Letzte Gedichte. 237
„Aber Tröffe! kann dies ändern!"
Sprach's, nnd rasch, im edlen Zorne,
Packte er mein Schwein beim Kragen,
Band zusammen alle viere,
Lud es schnell auf seinen Schubkarrn,
Und er schiebet flink und lustig,
Über Felder, über Berge,
Bis an Düsseldorfs Lyceum,
Aber, der euch dies erzählet,
Wundert euch, das ist ein Jude,
Und er hat ein Schwein besungenAus purer Toleranz.
In Fritz von Bcnghems Stammbuch.
Mit einer Ansicht des Klosters Nonncnwerth.
<7. März 1SSV.)
Oben auf dem RolandscckSaß einmal ein LiebcSgcck,
Seufzt sich fast das Herz heraus,
Guckt sich fast die Augen ausNach dem hübschen Klostcrlein,
Das da liegt im stillen Rhein.
Fritz von Beughein! denk auch fernJener Stunden, als wir gernOben hoch von Daniels KniffSchauten nach dem Felsenriff,
Wo der kranke Ritter saß,
Dessen Herze nie gcnaß.
An Fritz von Vrnghcm.
flS. Juli 1SS0.)
Mein Fritz lebt nun im Baterland der Schinken,Im Zauberland, wo Schmeinebohnen blühen,Im dunkeln Ofen Pumpernickel glühen,
Wo Dichtergeist erlahmt, und Verse hinken.
Mein Fritz, gewohnt, aus heil'gem Quell zu trinken,Soll nun zur Trünke gehn mit fetten Kühen,
Soll gar der Thenns Aktenwagcn ziehen, —Ich fürchte fast, er muß im Schlamm versinken.