Letzte Gedichte.
Kalte Herzen.
Als ich dich zum ersten MaleIn der Welt von Pappe sah,
Spieltest du in Gold und SeideShhlvcks Tochter: Jessika.
Klar und kalt war deine Stimme,Kalt und klar war deine StirneUnd du glichst, o Donna Clara,
Einer schönen Gletscherfirne.
Und der Jud' verlor die Tochter,Und der Christ nahm dich zum Weibe;Armer Shplock, iirm'rer Lorenz!Und mir fror das Herz im Leibe.
AlS ich dich zum and'ren MaleIn vertrauter Nähe sah,
War ich dir der Don LvrenzoUnd du warst mir Jessika.
Und du schienst berauscht von Liebe,Und ich war berauscht von Weine,Küßte trunken deine Augen,
Diese kalten Edelsteine.
Plötzlich ward ich ch'standSliistern;Hatte ich den Kopf verloren?
Oder war in deiner NäheDer Verstand mir nur erfroren?
Nach Sibirien, nach Sibirien!
Führte mich die Hochzeitsreise,
Einer Steppe glich das Eh'bctt,
Kalt und starr und grau von Eise.
In der Steppe lag ich einsamUnd mir froren alle Glieder,
Leise wimmern hört ich meineHalberstarrten Liebeslieder.
lind ich darf ein schneeig KissenAn das heiße Herz mir drücken.
Amor klappern alle Zähne,
Jessika kehrt mir den Micken. —