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Romancero — Letzte Gedichte.
„Wascht dvrt ab den alten AdamUnd die Laster, die ihn schwärzen;Des verjährten Grolles Schimmel,
Wascht ihn ab von euren Herzen!
^ „Hört ihr nicht dcS Heilands Stimme?Euren neuen Namen rief er —
Lauset euch an Christi BrustBon der Sünde Ungeziefer!
„Unser Gott, der ist die Liebe,
Und er gleichet einem Lamme;
Um zu sühnen nnsre Schuld,
Starb er an des Kreuzes Stamme.
„Unser Gott, der ist die Liebe,
Jesus Christus ist sein Namen;
Seine Duldsamkeit und DemutSuchen wir stets nachzuahmen.
„Deshalb sind wir auch so sanft,So leutselig, ruhig, milde,
Hadern niemals, nach des Lammes,Des Versöhners, Musterbilde.
„Einst im Himmel werden wirGanz verklärt zu frommen Englein,Und wir wandeln dort gottselig,
In den Händen Lilienstenglein.
„Statt der groben Kutten tragenWir die reinlichsten GewänderVon Muss'lin, Brokat und Seide,
Gvldne Troddeln, bunte Bänder.
„Keine Glatze mehr! GoldlackenFlattern dort um unsre Kopfe;
Allerliebste Jnngfraun flechtenUns das Haar in hübsche Zöpfe.
„Weinpokale wird es drobenVon viel meiterin Umfang geben,
Als die Becher sind hier unten,
Worin schäumt der Sast der Reben.
„Doch im Gegenteil viel enger,
Als ein Weibermund hicnieden,
Wird daS Franenmündchen sein,
Das dort oben nnS beschicke».