Romancero — Letzte Gedichte.
Mit dem Kranz von ImmortellenKomiilt sie, mir das Grab zu schmücken,Und sie seufzet: „Uunvrs Poroms! °Feuchte Wehmut in den Blicken.
Leider wohn' ich viel zu hoch,
Und ich habe meiner SüßenKeinen Stuhl hier anzubieten;
Ach! sie schwankt mit milden Füßen.
Süßes, dickes Kind, dn darfstNicht zu Fuß nach Hause gehen;Alt dem Barriere-GitterSiehst du die Fiaker stehen.
IS.
Wiedersehen.
Die Geißblattlanbe — Ein Sommerabend —Wir saßen wieder, wie ehmals, am Fenster —Der Mond ging auf, belebend und labend —Wir aber waren wie zwei Gespenster.
Zwölf Jahre schwanden, seitdem wir beisammenZllin letzten Male hier gesessen;
Die zärtlichen Glitten, die großen Flammen,Sie waren erloschen unterdessen.
Einsilbig saß ich. Die Plaudertasche,
Das Weib, hingegen schurrte beständigHerum in der alten Liebesasche.
Jedoch kein Fünkchen ward wieder lebendig.
Und sie erzählte: wie sie die bösenGedanken bekämpft, eine lange Geschichte,Wie wackelig schon ihre Tugend gewesen —Ich machte dazu ein dummes Gesichte.
Als ich nach Hause ritt, da liefenDie Bäume vorbei in der Mondenhelle,Wie Geister. Wehmütige Stimmen riefen —
Doch ich und die Toten, wir ritten schnelle.