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2 (1900) Zeitgedichte [u.a.] Neue Gedichte
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80
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Romancero Letzte Gedichte.

Ist vollbracht, es ist geschehen!Überstanden sind die Wehen;Der verehrte Wöchner liegtMit verklärtem AngesichtIn dem angstbethränten Bette!

Eine warme ServietteLegt ihm Gvuin ans den Bauch,Welcher schlaff wie'n leerer Schlauch.Doch die Kindbettzimmerstillelinterbricht ein laut GcbrüllcPlötzlich es erschmettern hellDie Posaunen, IsraelRuft mit tausend Stimmen:Heil!"(Unbezahlt zum größten Teil,)

Heil dem Meister, der uns teuer,Heil dem. großen Beeren-Meyer,

Heil dem großen Meyer-Beer!Der nach Nöten, lang und schwer,Der nach langen, schweren NötenUns geboren den Prostheten!"

Aus dem JubilantenchorTritt ein junger Mann hervor,Der gebürtig ist aus PreußenUnd Herr Brandus ist geheißen.

Sehr bescheiden ist die Miene,(Ob ihn gleich ein Beduine,Ein berühmter Rattenfänger,

Sein Musikverlagsvorgänger,Eingeschult in jeden Rummel,)Er ergreifet eine Trummel,

Paukt drauf los im Siegesrausche,Wie einst Mirjam that, als MauscheEine große Schlacht gewann,

Und er hebt zu singen an:

Genialer KünstlerschweißHat bedächtig, tropfenweis,Im Behälter sich gesammelt,

Der mit Planken fest verrammelt.Nun die Schleusen aufgezogen,

Bricht hervor in stolzen WogenDas Gewässer Gottes Wunder!s' ist ein großer Strom jetzundcr,Ja, ein Strom des ersten Ranges,