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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
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398 Denkschrift an Deutschlands Souveräne.

künftigen Beschlüssen des Bundestags über diesen Gegenstand nichtvorgreifen und werde in seinen eigenen Staaten auf dem linken Rhein-ufer niemals eine Entschädigung des Leyenschen Hauses zugeben. DerFürst wendete sich nun in einem Promemoria an die deutsche Bundes-versammlung, wurde aber am 21. November 1816 dahin beschieden,seine Anträge seien, als hieher nicht gehörig, zurückzuweisen".

Es blieb ihm kein Weg als ein Appellan Deutschlands Sou-veräne".Er allein steht noch rechtlos und verlassen da, währendalle seine früheren Mitstände mehr oder weniger entschädigt wordensind!> Es wäre aber mit dein deutschen Rechtsgefühle, mit derdeutschen Ehre nicht vereinbar, wenn ein so großes Volk in der Personeines seiner Fürsten sich selbst ein geschichtliches Denkmal der Unge-rechtigkeit setzen wollte! Ist also auch für diesen Augenblick keineAussicht zum Besitze eines, mit einer Stimme auf dem Bundestageversehenen Landes für den Herrn Fürsten vorhanden, so sind dochwenigstens die Mittel zur Befriedigung seiner Privatansprücheda; das Geringste, dessen sich die deutschen Bundesstaaten gegenihn verpflichtet halten werden; und es wäre noch unerhörter, wenneines der ältesten gräflichen Häuser Deutschlands in eine schlimmereLage versetzt werden sollte, als diejenigen Privatpersonen, welche alsGläubiger des ehemaligen Deutschland noch jetzt ihre Forderungennachbezahlt erhalten!" So schloßAn Deutschlands Souveräne.Denkschrift und Bitte von feiten des Bevollmächtigten des HerrnFürsten Philipp von der Lehen zu Ahrenfels; um Untersuchung Seines,für den ehemaligen deutschen Reichskörper erlittenen Verlustes undAusmittelung einer billigmäßigen Entschädigung" si welche alsSpezial-Bevollmächtigter des Herrn Fürsten Philipp von der Lehen" JohannPeter Ludwig Ehrmann,Doktor beider Rechte und ^.Ävooakus orlli-imrius von Frankfurt a. M.", am 15. Dezember 1819 zu Frankfurtan dieallerhöchsten und höchsten Souveräne und Regierungen Deutsch-lands" richtete 2. Die Denkschrift verhallte wirkungslos.

Nicht besser erging es dem Fürsten mit den Kohlengruben zuSt. Ingbert. Auf sein Gesuch um deren Überlassung antwortete

^ Frankfurt a. M. Gedruckt mit Andreäischcu Schriften. (H.W.)

- In dieser Denkschrift war der jährliche Ertrag der Leyenschen Besitzungenlinks des Rheins, zur Zeit des französischen Sequesters, auf 248 781 Gulden 34 Kreuzer1 Pfennig angegeben.