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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
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389
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Stein gegen Philipp.

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bei Stein an ob die leyenschen Besitzungen nach dem Abschlüssedes Friedens sogleich der freien Disposition des Grafen ^ vonder Leyen wieder überlassen werden oder ob die Administration solange fortdauern solle, bis die künftige Verfassung Deutschlandsund das Schicksal der Staaten, in denen Leyens Besitzungen lägen,entschieden sei, und fuhr also fort:Der finanzielle Zustand dergräflichen Familie ist so zerrüttet, daß, wenn jetzt keine einschrän-kenden Maßregeln ergriffen werden, ihr Ruin unvermeidlich ist undder junge sechzehnjährige Graf von der Leyen dem Mangel ent-gegensehen müßte. Da der vorinalige Fürst von der Leyen alsSouverän der Konföderation und als, französischer Untertan geglaubthat, sich an keine fideikommissarischen Familicugesetze halten zu müssen,so wurden von ihm die meisten Domänen verkauft und es wäre zufürchten, daß bei wiedererhaltenem uneingeschränktem Besitze mitdem kleinen noch übrig gebliebenen Reste ein gleiches geschehen würde;könnte daher hier wieder eine Einschränkung des Besitzes eintreten, sowürde es für seinen Sohn ein großes Glück sein. Dieser arme jungeMensch wurde bisher als ein künftiger Franzose betrachtet, seine Er-ziehung ist ganz vernachlässigt, und behält ihn der Vater bei sich,wenn derselbe auch nach Deutschland zurückkehrt, so kann man mitGewißheit annehmen, daß er ganz und gar nicht so gebildet wird, umeinst seinem deutschen Vaterland zu nützen. Diese Rücksichten liegenmir sehr nahe am Herzen; wie froh wäre ich daher, wenn Hoch-dieselbcn es dahin einzuleiten geruhen wollten, daß sowohl die Be-sorgnisse wegen Lousoivakion des gräflich leyenschen Vermögens alsauch in Ansehung der moralischen Bildung des jungen Grafen vonder Leyen entfernt werden könnten." Stein entschied hierauf GrafSchönborn solle bis zur Entschließung über Leyens Los die Verwal-tung fortführen.Weil hiermit aber zugleich die physische und mo-ralische Erziehung des jungen Grafen in Verbindung steht, so mußich", schrieb Stein,Euer Hochgeboren ersuchen, in dieser Beziehunggleichfalls einzuwirken, damit einesteils der Zweck der Bildung be-fördert, anderseits aber auch die nötige Ökonomie dabei berücksichtigtwerde."

> Paris, 16. Mai 1814. (O., e.)

^ Auch Schönborn nennt Leyen jetzt Graf anstatt Fürst.

^ An Schönborn, Paris, 26. Mai 1814. sKt., e.)