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Schritte Borschs.
Z 9 Der ANener Aongresz.
Fürst Philipp betraute ^ deu herzoglich sächsischen und sürstlichleyenschen Geheimrat Gottlieb Friedrich von Borschs den er als Be-vollmächtigten auf den Wiener Kongreß sandte, damit, „nicht nur alleReklamationen und Verhandlungen, welche Unser und Unsers fürst-lichen Hauses Interesse nötig machen wird, sowohl mündlich alsschriftlich anzubringen und auszuführen, sondern auch — im Falle beiFestsetzung neuer teutscher Bundesverhältnisse, und den desfalls vor-gehenden Beratschlagungen und Beschlüssen, Wir etwa zu einer Mit-wirkung und Stimmenabgabe aufgefordert werden sollten, — allesNötige diesfalls für Uns, und in Unserem Namen zu tun und zuverrichten". Borsch richtete am 27. Oktober eine Denkschrift an denKongreß s, in der er die Wiedereinsetzung des Fürsten in seinen links-rheinischen Besitz und Entschädigung für die ihm durch den PariserFrieden am 30. Mai 1814 entzogenen Orte Hahnweiler (Hanweiler),Rülchingen, Auersmachern und Kleinblittersdorf im Kanton Arnevalmit 1082 Einwohnern forderte. Zugleich beschwor er ^ Stein in einerNote um Aufhebung des Sequesters auf den fürstlichen Besitz, undsandte dem Staatskanzler Fürsten Hardenberg ° und den Ministernder alliierten Mächte eine Note; obwohl der Fürst seine Truppen mitden badischen stellte, hätten die Alliierten sein Gebiet sequestriert; ihmsei das Motiv unbekannt und Borsch bitte in seinem Auftrage denStaatskanzler um Aufhebung des Sequesters und um Wiedereinsetzungdes Fürsten in den Genuß seiner Güter. Borsch besuchte Stein und batihn um Aufhebung des Sequesters, worauf ihn Stein an den GrafenErwein von Schönborn-Wiesentheid wies. Ducca vermutete ° eine ge-heime Pfiffigkeit, Philipp so lange in einem Zirkel hinzuhalten, bis derKongreß über die künftige Existenz Nassaus entschieden habe, worauf
^ Seelbach im Breisgau, 20. Oktober 1814. (Akten des Wiener Kongressesin den Jahren 1814 und 1815. Herausgegeben von Johann Ludwig Klüber.Bd. 1. Erlangen 1815.)
^ Wurde mciningischer Ministerresident in Wien, 19. Mai 1832 österreichischerFreiherr „von Borsch und Vorschob" und starb 13. Februar 1830.
" Akten usw., Bd. 0. Erlangen 1816. ^ 27. Oktober 1814, e.
6 27. Oktober 1814. (ksx. II. I. Wiener Kongreß 1814/15. 1/. Nr. 1. G.St.B.)" An Cordier, Wiesbaden, 30. Oktober 1814. (Kt. H.W.)