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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
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38k Militärische Maßnahmen.

Für das laufende Jahr hatte sich kein Überschuß an Einkünften,vielmehr ein Defizit herausgestellt V Soweit es der Einkünftestanderlaubte, ordnete Schimborn die Zahlung der Pensionen und Kapital-zinsen an,weil das Gegenteil den Ruin vieler armen bedrängtenin Deutschland wohnenden vormaligen fürstlichen Diener und derfürstlichen Familie selbst wegen Aufschwellung der Zinsen von denäußerst beträchtlichen Schulden zur Folge haben würde". Für dieLandesbewaffnung legte Schönborn, der sich sehr tätig erwies, diebadischen Verordnungen zugrunde, weil ja das Kontingent derGrafschaft Hohengeroldseck zum Rheinbunde nicht in natura gestellt,sondern mit Nassau reluiert worden war und weil darum in derGrafschaft noch keine Konskriptionsgesetze galten; jetzt beschäftigte mansich mit Konskription und Aushebung des regulären Militärs und derLandwehr, und Schönborn erließ dafür am 31. Dezember 1813 einenAufruf. Die Mannschaft konnte nicht allein bestehen, darum stellteSchimborn bei Baden den Antrag, sie dem badischen regulären Militärund der badischen Landwehr einzuverleiben. Die Kosten zur Bewaff-nung und Equipierung wurden aus einer besonderen Steuerkasse be-stritten und Schönborn befahl dafür weitere Steuern; auch sollte zumBesten dieser Steuerkasse das fürstliche Steinkohlenbergwerk in St.Ingbert, das der Fürst einem Straßburger Bürger in Erbbestand ver-liehen hatte, sequestriert werden. Bisher zog das badische Direktoriumdes Kinzigkreises in Offenburg die Grafschaft ganz unverhältnismäßigzu den Militärlieferungen und übrigen Kriegslasten bei Schönbornbat Stein, er möge solche Unbill für die Zukunft verhüten DaSchönborn als Chef eines Landwehrbataillons im GeneralgouvernementFrankfurt keinen ständigen Aufenthalt hatte, so unterstellte er alsFührer der ihm übertragenen Verwaltung seinen Domanialkanzleiratin Wiesentheid Philipp Schmitt und bat, Stein möge seine Weisungen

^ Der beiliegende Etat gab als Bruttoeinnahme aus der Grafschaft Hohengeroldseck20000, aus den Kellereien Ahrenfels mit Hochheim, Kamp, Nievern und Limburg23 500 somit 43 500 Gulden, als Ausgabe aber 47 940 Gulden 22 Kreuzer an;das Defizit betrug daher 4439 Gulden 38 Kreuzer.

2 Von Schönborn beigelegt.

° Stein schickte das Promemoria an das badische Ministerium des Innern, batum Abhilfe und teilte es Schmitt mit (Langres, 2. Februar 1814. K. lt. 114.VIII. Lxov. 15. G.St.B.