Fürstin Sophie verbrannt.
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Dalberg, dem Neffen des Fürst-Primas, sprach, sagte Dalberg, wennGagern die Nheinbundsakte geleseil hätte, so müßte er auch gefundenhaben, daß dieselbe keinen Konsöderierten autorisiere, einen Mitkon-föderierten in seinen Rechten zu kränken; jeder Konföderierte fresse sichselbst auf. Wahrscheinlich hege Dalberg noch heute dieselben Ge-sinnungen, meinte Cordier
Das Jahr 1810 brachte das furchtbare Ereignis des Feuertodesder herrlichen Fürstin Sophie. Sie lebte mit ihrem Gemahle seit1807 dauernd in Paris, wo sie am Quai Chaillot, Rue Napotton,das Hotel Mirabeau gemietet hatten, und wurde allgemein verehrt.Bei dein Ballfeste, das Fürst Schwarzenberg, der österreichische Bot-schafter, am I .Juli 1810 zu Ehren der Vermählung Napoleons mit derErzherzogin Marie Louise gab, brach Feuer aus, das bald den ganzenSaal ergriff. Ein Schwede, Freiherr von Ridderstolpe, war Augen-zeuge und berichtete darüber; Autor fand diesen Bericht ^ im fürstlichenHausarchive zu Waal. „Inmitten des Feuers sah ich", so schreibt Nidder-stolpe, „wohl zwanzig Frauen innerhalb eines kleinen Umkreises liegen,brennend, rußig und nackt. Die eine rief: „Na Mo, um obörs Mo!",die nahm ich, aber sie war zwischen zwei Bretter des Fußbodens ein-gekeilt, dessen Zwischenbrett geborsten war. Bei der Anstrengung, dieich machte, um sie loszubekommen, verlor ich meinen Degen. Mitmeinein Fund im Arm eine Rechtswendung zu machen und zu derdurch Flammen verborgenen Tür zu gelangen, sowie die unter meinenFüßen zitternde Treppe zu passieren, war das Werk eines Augen-blicks. Als ich bei dem zurückgebliebenen Halbkreise'' ankam, beeiltensich mehrere, die brennenden Pechlappen von meinen Füßen zu reißen,während ich mit meinem Hut die noch brennenden Kleiderfragmenteder Geretteten löschte, die jetzt vollständig nackt war und nur nochStrumpfbänder, Schuhe, Strümpfe und Schärpe am Leib hatte. DasHaar bildete, durch Nadeln und Schmuck zusammengehalten, einengroßen Büschel. Einer der Umstehenden in gestickten! Frack rief mirzu: „llo vais sauvor ootts komme", worauf ich antwortete: „II ^ axlas ck'rmo autro, st vous ou avo? ouvio." Er versuchte, sie mit
- An Schmidt, Frankfurt, 26. Februar 1813. (O. Nr. 4483. H.W.)
' Kl einschinidt, Schwarzenbergs Ballfest 1810, in „Frankfurter Zeitung",2. Oktober 1894. Heinrich Wartens, Skandinavische Hof- und StaatSgeschichten.
° Untätiger Festgcnossen.