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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
Entstehung
Seite
343
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Hoffnung auf Aufhebung des Sequesters.

Krieger eine Noteund unser Herr Graf brachte ihm noch nämlichenAbend eine, die ich geschwind fertigte und ihm nebst unserem Memoirezustellte. Alle Minister und fremden Gesandten kamen unseren HerrnGrafen bewillkommnen, wunderten sich über dies Ereignis und könnennicht begreisen, daß sie für ihre Klienten nichts zu Wege bringenkönnen, andere hingegen sind jalonx und neidig" Das Resultatdieses Schrittes, meinte Krieger, würde wohl in einigen Tagen diekostenlose Aufhebung des Sequesters sein. Es gelte nun, das Interessedes Grasen möglichst zu betreiben. Täglich hatte Krieger vieleStunden währende Konferenzen mit dem Grafen, der alle Etats, auchüber seine Schulden, genau wissen wollte, um alles abzutragenundsich ein Gewisses auszuwerfen, womit er sich durchbringen wolle.Wenn der Herr nur immer gut geleitet würde, so kann man allesmit ihm machen". Am 19. Oktober äußerte Krieger ^ neue Hoffnung:Bonaparte sagten dem Herrn Grafen, daß Er in Rücksicht des Kur-fürsten - Erzkanzlers eine Ausnahme von der Regel bei ihm machenWürden; diese Aussage erhält sich nun nicht allein, sondern die Mi-nister fangen an, die nämliche Sprache zu führen." Da der Grafwissen wollte, was er schulde, so erging am 27. Oktober 1803 einBericht an ihn nach Paris, demzufolge die gesamten Rückstände anDienerschaft und Beamtung von 1793 bis 1802 123 676 Gulden54 Kreuzer betrugen 2.Unser Herr Graf", fuhr Krieger fort,istübrigens der Herr nicht, der je die Verdienste feiner ihm wahr er-gebenen Beamten und Diener wird zu schätzen wissen, er kennt keineGeschäfte und ist kein Freund davon, wird es auch nie werden." Einvertrauter Staatsrat machte eben dem Grafen und Krieger die Hoff-nung auf die Aufhebung des Sequesters schwankend, weil der Herzogvon Modena, Herkules III. Rinaldo, der letzte Este, am 14. Oktober1803 gestorben war; so könnte Graf Philipp, wenn er auf alle Güterdiesseits verzichtete,gar wohl und vollkommen gut auf der anderenSeite entschädigt werden".Denn wir machen uns nunmehr", soschloß Krieger,auf nicht weniger als auf ein ganz arrondiertesFürstentum alle Hoffnung." Ja an Schmidt schrieb BrixiusEin

' Kriegerim engsten Vertrauen" an Brixius, Paris, 29. September 1303. (O.Nr. 5485. H.W.) Brixius an Schmidt, 10. Oktober 1803. (O. H.W.)

° An Brixius, Paris. (O. Nr. 5485, e.) ' Ebenda.

^ Frankfurt, 26. November 1803. (O. H.W.)