Allseitige Schritte um Ersatz.
gesetzt" Er sprach von Geldaussichten und von der Möglichkeitneuer Darlehen, Brixius aber dämpfte ihn niit der richtigen Bemer-kung, wer Geld besitze, wolle erst seines Vorteils sicher sein, bevor eres hergebe. Die reichen Lotzbeck in Lahr z. B., auf die Cordierrechnete, wollten nicht. Es schien, als interessiere sich Jacques Mathieu(s. S. 182) für Lehens Sache; am 17. November 1802 kam er beieiner Gesellschaft Laforests in Negensburg an den Spieltisch des GrafenPhilipp und sagte ihm „ganz freundlich", er habe einen Brief seinesOheims, des Kurerzkanzlers, gelesen, der sehr für ihn eintrete; Mathieusprach dann mit Albini und dieser trat an den Spieltisch von PhilippsGemahlin, um ihr zu versichern, die lehensche Sache stehe gut. Cor-dier hegte Hoffnung, die Domänen zurückzubekommen, was besser seials eine prekäre Pension, und sagte, man habe die günstige Aussichtdem Kurerzkanzler zu verdanken Und doch drohte den leyenschenGütern die Veräußerung. Hofkammerrat Franz Krieger reichte aberbei Talleyrand ein Mömoire ein. Der Gesandte des Knrerzkanzlers,Graf Beust, übergab es Talleyrand, der tags darauf mit dem ErstenKonsul darüber konferierte. „Es kann dieses eine Triebfeder zur Be-endigung unserer Sache sein, die wir sonst noch nicht hätten mahnendürfend" Um vorzubeugen, schrieb Krieger auch an die Präfektenin Straßburg und in Mainz, Sht!e und Jean Bon St. Andrö, undschickte ein Memoire an den französischen Finanzminister. Währendsich von allen Seiten Lehens Gläubiger regten, schrieb Krieger ver-drießlich an Brixius „Unser unglücklicher Herr hat durch seine un-wandelbaren Aussichten auf jenseitige Entschädigungen sich immer selbstdie Ketten des Sequesters verschlossen gehalten; hätte man gleich an-fangs nur auf die Aufhebung desselben und auf keine Entschädigungen
^ An Brixius, 12. Dezember 1802. (Kt., e.) Nach einer Tabelle, welche derKommission vorgelegt wurde, überstieg der leyensche jährliche Nentenverlust 248 000Gulden, ohne der sehr vielen und sehr ansehnlichen Vorzüge, die mit diesen Besitzungenverbunden waren, und der mit den schwersten Summen errichteten Stiftungen, derenVergebung den Grafen von der Leyen zustand, zu gedenken und ohne den Verlustan Mobiliar, Vorräten, Waldungen und an neun Jahre entbehrten jenseitigen Ein-künften.
- Cordier an Marianne, Regensburg, 13. November 1802. (O., e.)
Krieger an Brixius, Paris, 19. Januar 1803. (O. Nr. 5485. Kiste 53. 8.v. o. H.W.)
< Köln, 14. Februar 1803. (O. Nioosllanoa 1803. H.W.)