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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
Entstehung
Seite
333
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Die Kommission in Ochsenhausen.

SSZ

Vorstellungen und betonte:Frankreich behandelte stets die Familiedes Herrn Grafen riicksichtlich ihrer linksrheinischen Besitzungen alsReichsstand und verhandelte bei mehreren Anlässen unmittelbar mitihr, z. B. bei dem Tausche 1781. Und auch im gegenwärtigen Kriegewurde sie als solche behandelt, weil in einer Proklamation die Be-sitzungen des Fürsten von Nassau-Saarbrücken und die des HerrnGrafen zusammen sequestriert wurden." Auch Geheimrat von Städel,den mehrere Reichsstände als Berater in Paris beschäftigten erhatte bei längerem Aufenthalt in Paris die genaue Bekanntschaft vonTalleyrand, Durant und Mathieu gemacht, war sehr schreibselig undhielt seine Kommittenten stets auf dem Laufenden, sagte in einemMemoire ^ an die französische Negierung, die Entschädigung Leyenssei noch viel zu klein und man erbitte für den Grafen die AbteiOchsenhausen. Talleyrand, der Minister der auswärtigen Angelegen-heiten, schickte Städels Mömoire an Laforest nach Regensburg undfügte beiDa tatsächlich der Graf von der Leyen im ersten Ent-schädigungsplan speziell bezeichnet und bevorteilt ist und seine Verlustebeträchtlich sind, so könnte es angemessen sein, daß Sie ihm eine be-sondere Empfehlung bei den Fürsten von Württemberg und Badenverschaffen, damit er bei der Teilung, mit der diese betraut sind, einvernünftiges Los, im Stand seine Verluste zu decken, erhalte. Ich über-lasse unterdessen Ihnen das Urteil, was hierin zu tun sei."

Die Kommission für die Reichsgrasen trat jetzt in Ochsenhausenzusammen und Graf Philipp ernannte zu seinem Bevollmächtigten denOberamtmann Hofrat Philipp Karl Schmidt in HohengeroldseckSchmidt traf am 11. Dezember in Ochsenhausen ein. Cordier wollte denMut nicht verlieren und schrieb an Schmidt UBesser ist es, man wehrtsich bis auf den letzten Augenblick." Die Kommission setzte denGrafen von der Leyen mit 105 000 Gulden in die vierte Klaffe derReichsgrafen (s. S. 332). Cordier, ein großer Optimist, hatte erwartet,die Herrschaft Blieskastel würde in die erste Klaffe kommen und manwürde ansehnliche Entschädigung empfangen;wir haben Blieskastelmit Münchweiler, Oberkirchen und Otterbach zu 126 992 Gulden an-

i Paris, 9. Frimaire XI. (29. November 1802), e.

- Paris, Friniaire XI. (Datum des Tages fehlt). (O., e.)

" 23. November 1802. (K. H.W.)

^ Negensburg, 6. Februar 1803. (O., e.)