Druckschrift 
Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
Entstehung
Seite
307
Einzelbild herunterladen
 

Hausen der Franzosen.

z«7

gegendiese hochverräterischen Fürsten, diese Zaunkönige" guthieß.Die Franzosen plünderten auch das Schloß Philippsburg Und inBlieskastel herrschte eine namenlose Angst Z unter der Schloßtreppeversteckte man in der Nacht zum 4. Juli 14 Verschlüge mit Brief-schaftenmit Millionen ängsten und schweißtropffen". Da das Schloßeinzustürzen drohte, mußte jedermann von da ausziehen.

Nachdem Boutah am 10. Juli nach Metz abgereist war, unter-suchten die Konventskommissare Rolland und Pnrnot sein und seinerSpießgesellen Hausen und fanden die Klagen voll begründet; selbstdie Jakobiner schämten sich Auch in Münchweiler rückten seit20. Juli Franzosen ein, nachdem es noch gelungen war, die gräf-lichen Gelder und Papiere zu retten; die umliegenden Orte wurdenausgeplündert und die Woche vom 20. bis 27. Juli kostete dem AmteMünchweiler 23 883 Guldens Am 27. Juli zog der Feind wiederab und am 7. August warfen Sz^kely und die Ebenhusaren andereAbteilungen bei Erbach; Blieskastel war auch geräumt, Philipp aberblieb in Homburg, weil noch immer Gefahr drohte; Marianne warnach Frankfurt/Main übergesiedelt, da sie das Elend nicht länger an-schauen konnte.Endlich", schrieb ^ Frau von Dalberg nach Göt-tingen,sind die Franzosen aus Blieskastel verjagt °, Lips ? war so

^ Brief des NegierungSadvokatcn Saal an Philipp, Zweibrücken, 25. Mai 1793.(O. Versolg die über den Zustand der Sachen in Blieskastel erhaltenen Berichte undSchreiben betr. 1793. Blieskasteler Zentralverwaltung. H.W.)

^ Dies bezeugen z. B. die Briefe des Hof- und Rentkammerrats Nikolaus Leisterund Saals. (O. H.W.)

^ 4..H Faure, Deputierter der Haute-Loire, donnerte gegen die SchandtatenBoutays und seiner Genossen am 24. Pluviöse II. (11. Februar 1794) das louroalüss vsdats brachte die Rede, der Volksrepräsentant Joseph Becker griff Boutay imBerichte an den Konvent, 13. Juni 1795, als Dieb an. (Nemling, s. o., Bd. 2.Speyer 1836). Boutay wurde zwar verhaftet, verübte aber Ende 1795 neue Er-pressungen im Oberamte Zweibrücken als aZsut dos üomaiuos et oovtributious.

^ Bericht des Oberschultheißen St. Pouve an Philipp, Münchweiler, 2. August1793. (O. H.W.)

b 3. Oktober 1793. (O. H.H.)

6 Szckely jagte sie am 26. September hinaus, abends ritt Friedrich Wilhelm II.in Blieskastel ein und übernachtete bei dem Hofrate und Oberamtmanne lia. zur. utr.Ludwig Schmelzer. (August Becker, Vor hundert Jahren. Zwei Novellen. Reichs-graf Jockel. Stuttgart 1891.)

' Graf Philipp.

20*