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Anhang.
9.
Meine liebe Amalie! Die Tröstungen, die Dir von meiner Seitekommen können, werden Dir nie fehlen. Ich umarme Dich mit aller Kraftmeiner Seele und möchte mein liebes Kind gern sehen. Friedrich.
10.
Was Du mir von Ernst sagst, entzückt mich, meine liebe Amalie;welches Vergnügen wird es sein, ihn und auch Dich wiederzusehen.
Friedrich.
11.
Im allgemeinen ist nur wenig zu sagen erlaubt, und mir nochweniger als jedem anderen. Ich war diese Nacht sehr unpäßlich, hattestarkes Fieber. Mir bleibt nichts übrig, als hier zu sterben, weil ich vonhier nicht fort kann. Adieu, liebe Amalie! Friedrich.
12.
Ich langweile mich nicht minder als Du, liebe Amalie! Pflege,ich bitte Dich, den Fluß meines lieben Kindes. Berichte mir inwenigen Worten, wann Du glaubst, daß die Ursache unserer wechsel-seitigen Langeweile enden werde. Ich liebe Dich und umarme Dichherzlich. Friedrich.
Ich habe für morgen die gewöhnlichen Eßwaren als Dejeunerverlangt.
13.
Ich nehme die Einladung meines lieben Ernst, den ich von ganzemHerzen lieb habe, an, doch ist zu wünschen, daß dies bald enden möge,denn ich kann nicht mehr und werde sicherlich in einem Monate nichtmehr sein. Adieu, liebe Amalie. Welche Lage! Friedrich.
14.
Nein, sicherlich nein, meine liebe Amalie, ich werde keinen Monat,ja keine vierzehn Tage mehr in dem verabschcuungswürdigen Aufenthalte,wo ich bin, dem schrecklichsten auf der Erde, leben. Mein Blut ist imhöchsten Grade erhitzt. Ich bin über Sandrin, der uns betrügt, wütend.Ich bitte Dich, ihm meinen lebhaften Zorn darüber auszudrücken. Adieu,liebe Amalie. Friedrich.
15.
Ich hebe, meine liebe Amalie, die Stücke auf, die Du mir schickst;man hätte dem Mömoire viel beifügen können. Aber man muß dieDinge eben nehmen, wie sie sind. Die zweite Anlegung der Siegel durchdas Departement mißfällt mir sehr; siehst Du, man hat deshalb so langegezögert, die erste Siegelanlegung aufzuheben. — Was Vitry anlangt, somuß man sich trösten, ein anderes Haus suchen und keine Schwierigkeitenmachen. Ich befinde mich viel besser, meine liebe Amalie. Friedrich.