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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
Entstehung
Seite
263
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Anhang. ALI

viele andere, die ich sehe. Meine Gesundheit, die sich erträglich hält,hat jedoch hier einen Stoß empfangen, an den sie sich erinnern wird.A . .. i erhielt gestern einen Brief von Dir und zeigte ihn mir, unddoch sind wir alle beide in Unruhe. Was sagst Du dazu, daß er insein Departement gehen wird, und Du . . . Das hat mich sehr beun-ruhigt. Bitte beruhige mich. Friedrich.

5.

Mein ganzes Verlangen wäre, bei Dir, meine liebe Amalie, zu sein,um einander zu trösten. Doch diese Zeit wird kommen, früher oderspäter, und wir werden sie desto mehr genießen. Wir werden uns selbstgenügen. Man muß eben jetzt leiden und abwarten. Ich habevon Palette nichts gehabt, ich hätte es an ihre Adresse abgegeben ichwerde wohl Ernste nie wiedersehen. Adien, meine zarte Freundin.Adieu, ich verlasse Dich nicht, denn ich denke beständig an Dich.

Friedrich.

k.

Meine liebe Amalie! ich bin von Deiner Freundschaft und DeinerSorgfalt durchdrungen; bin ich unglücklich, so liegt es an dem Charakter,den Du an mir kennst. Sei aber gewiß, daß ich nötig habe, betrübterzu sein, als es Dir zu sagen. Wie dem auch sei. Deine Freundschaftwird mich über alles trösten. Friedrich.

Hast Du Deinen Handel mit Moses und den Meinigen beendet?

7.

Mir ergeht es ziemlich gut, meine liebe Amalie! ich bin aber sehrin Unruhe um Dich. Bitte beruhige ja Deinen Kopf und sieh dieDinge nicht so schwarz. Ich erhielt keine befriedigende Antwort, sonsthättest Du sie. Doch ist vielleicht noch zu helfen. Ich werde beidenDamen Deiner früheren Bekanntschaft Deine Grüße bestellen. Ich um-arme Dich von ganzem Herzen. Du sprichst nicht mehr von meinerSektion mit mir. Friedrich.

8.

Es ist schwer heiter zu sein, meine liebe Freundin, wenn man wederFreiheit noch Ruhe noch Gesundheit besitzt. Wenn jedoch Deine ziemlichbestätigten Nachrichten durch den Erfolg bewahrheitet würden, so würdeman rasch wieder Mut fassen. Unterdessen schone Dich recht, meine liebeAmalie, und küsse für mich tüchtig meinen kleinen Ernst. Friedrich.

Eben läßt man unsere Nachbarin holen; teile mir mit, ob dies dergerichtlichen Versiegelung halber geschieht.

> Vielleicht Alexandre de BeauharnaiS.

- Friedrichs Sohn, der kleine Erbprinz Friedrich Ernst.