Politische Flugschriften.
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Ebenfalls in Würzburg erschienen 1814, anonym, „Briefe überdie Angelegenheiten der Deutschen bey der Wiedergeburt ihres Vater-landes", den drei verbündeten Monarchen gewidmet Hier hieß es:„Für Deutschland war der seit zwey Jahrhunderten augelegte An-schlag der französischen List reif geworden. Es warf sein nationellesDasein selbst weg, es erklärte sich öffentlich für aufgelöst — die größteSchmach, welche je einer Nation widerfahren konnte. Der Rheinbundwar das Kadaver, welches man den Würmern zum Fräße preisgab."Eine andere anonyme Schrift: „Was war Teutschland? Was ist esjetzt? Was darf es von der Zukunft hoffen?", Germanien 1813 2,besagte: „Daß es eine politische Mißgeburt war, einen Fürsten vonder Leyen und andere nicht viel bedeutendere Reichsfürsteu zu Sou-veränen zu stempeln und dagegen die ältesten und angesehenstenteutschen Regeutenhäuser, z. B. Anhalt-Schaumburg, Bentheim, Erbach,Hessen-Homburg, Hohenlohe, Leiningen, Löwenstein, Solms, Wied undandere in die Klasse der mittelbaren oder sogenannten Standesherrnzu verstoßen, das bedarf wohl keines Beweises." Die anonyme Schrift:„Was war der Rheinische Bund? Freymüthig und wahr", Frank-furt 1813 2, mit dem Motto:
„Nun liegt der Teutschen Kerkerthurm,
Der Rheinbund, in dem Staube."
war auch eine Verdammung des Rheinbunds wie die ebenfallsanonyme „Geburt, Taten und Ende des Rheinbundes", Germanien1814 Z die ihn als eine „Geburt" bezeichnete, „welche ganz EuropaHohn sprach, welche, um sie mit dem gelindesten Namen zu bezeichnen,aus dem polyandrischen Saamen einer nicht zu rechtfertigenden Eman-zipation von dem Neichsoberhaupt entsprang". Und Friedrich vonGentz richtete seine warmen patriotischen Worte „An die deutschenFürsten und au die Deutschen 5."
Wir wissen, daß Friedrich IV. längst des Militärdienstes müdewar; Ludwig XVIII. erteilte ihm nun am 9. Mai 1814 die erbeteneEntlassung 6 und erlaubte ihm die Heimkehr. „Bei den großen Er-eignissen von heute", schrieb ihm Amalie„vernachlässigen Sic nicht
^ bis ° Diese Schriften sind auf der Königl. Universitätsbibliothek zu München.
° Der Kriegsminister Graf Dupont an Friedrich, Nue de Vendome, 17.(O. S.K.)
" Sigmaringen, 20. April 1814. (O., e.)