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Amalie, Friedrich und Zwackh.
Ihre Angelegenheiten) es wäre vielleicht möglich, bei einer so großenVeränderung zn hoffen, daß Sie Ihre alte Souveränität wieder er-hielten; vernachlässigen Sie nicht Herrn von Tallehrand, er ist stetsmein Freund gewesen und wenn er etwas zu Ihrem Wohlbefindentun kann, tut er es." Und an Zwackh schrieb Amalie kurz zuvor„Ich fürchte sehr für das Vermögen des Fürsten Friedrich) wennHerr von Tallehrand an der Spitze der Regierung bliebe, hätte ichmehr Hoffnung, wahrscheinlich aber werden die Bourbons kommenoder Andere, die ihm vielleicht nicht günstig sein werden. . . ." AuchFriedrich wendete sich an Zwackh um Rat 2: „Sie allein kennen denStand meiner Geschäfte und die begründeten Ansprüche, die ich habenkann. Man spricht von einem Kongreß in Wien zur definitiven Fest-stellung der Sonderinteressen der deutschen Fürsten. Die Hauptgrund-lagen der Staaten werden hier ^ gelegt werden, der Rest aber wirdin Wien entschieden. Es ist sehr wesentlich, daß Sie mich bei denSchritten leiten, die ich in Paris machen kann." Hierauf antworteteZwackh dem Fürsten „Sie haben das unbestreitbare Recht, alsMitglied des früheren Rheinbunds Ihre Souveränität zu reklamierenund wie so viel andere Souveräne in die Allianz zugelassen zu werden.Verweigern die Mächte Ihnen diese Gerechtigkeit, so ist man Ihnenwenigstens die Jahresrente schuldig, die zur Entschädigung auf denkaiserlichen Schatz angewiesen ward. Am Naturgemäßsten müßte derFürst sie bezahlen, dem die Souveränität des Münsterlands gegebenwird." Zwackh glaubte, Friedrich werde keine Gebietsentschädigungin der ehemaligen Rheingrafschast und ihrer Umgegend erhalten, dochWollte er für ihn alle Kräfte aus dem Wiener Kongresse einsetzen undbat, sofort ein Memoire au die Minister Österreichs, Rußlands undPreußens und an Stein einzusenden, in dem der Fürst auseinander-setzen sollte, daß die durch den Regensburger Reichsrezeß fixierteEntschädigung im Münsterlande ihn in Besitz der Landeshoheit, desPatrimoniums seiner Väter, gesetzt, daß der Rheinbund ihm die Sou-veränität bewilligt, daß dann die Gewalttätigkeit Napoleons sie ihmmit einiger Entschädigung für die Einkünfte genommen habe, und daß
^ Sigmaringen, 14. April 1814. (O. Z.A.)
Paris, 12. Mai 1314. (O., e.)
2 In Paris.
- Frankfurt, 18. Mai 1314. (O. S.K.)