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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
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Die sechs Fürsten.

erklärte ihm, aus seine am 1. November von Fürst Friedrich erhalteneVollmacht hin könne er Narischkins Wunsch nicht entsprechen. Stengelmeinte, insofern die Fürsten zu Salm in Besitz der ihnen von Napoleonentzogenen Souveränität wieder eingesetzt würden und der Königvon Preußen jetzt in dem von ihm besetzten Lande Rechte ausübte,könnten beide Fürsten, ohne von der preußischen Kommission inMünster autorisiert zu sein, Narischkins Order nicht ausführen, andern-falls setzten sie sich großer Verantwortung aus und er, Stengel, würdevom Fürsten zu Salm-Kyrburg desavouiert. Noöl erteilte Rieff den-selben Bescheid wie Stengel. Der Intendant derkombinierten Nord-armee von Deutschland", I. von Creling, forderte von beiden Fürstenzu Salm im rigorosesten Tone 30 Artilleriepferde, und ehe nochStengel und Konstantin handeln konnten, übergab der Erbgraf zuBentheim-Steinfurt, der unter Napoleons Druck schwer gelitten, inBocholt Stengel eine Requisition des Generalstabschefs dieser Armee,C. Adlercreutz, vom 27. November; aus dem Lüneburger Haupt-quartier forderte Adlercreutz die sechs Fürsten auf, zusammen einBataillon von 800 Mann auszuheben und zur Nordarmee stoßen zulassen. Der Kronprinz hatte also ihren Beitritt angenommen. Stengelwar in größter Verlegenheit.Nie in meinem Leben", berichtete erspäter an Friedrichbefand ich mich in so kritischer und dornen-reicher Lage. Der Herr Erbgraf war für meine Bemerkungen taub."Alexis, der für die sechs Häuser auftrat, begnügte sich mit StengelsVersprechen 2, er würde der von Konstantin zu treffenden Resolutionbeitreten,unter ausdrücklicher Klausel, daß in der Soumissionsakteder Name des Fürsten zu Salm-Kyrburg nicht erwähnt würde", undberichtete an die in Frankfurt weilenden Monarchen von Österreich,Preußen und Rußland. Am 8. Dezember teilte Noöl Stengel mit,Konstantin sei auf den Wunsch des Kronprinzen eingegangen. Kon-stantin befahl allen Steuereinnehmern, die Gelder wieder in seine Kassenabzuführen, und wies Maires und Unterpräfekten an, ihre Funk-tionen provisorisch unter der Leitung seiner Regierung fortzuführenund Maßregeln zur Stellung der Mannschaft zu treffen. Der preu-ßische Zivilgouverneur von Vincke aber und General von Bülow er-

' Bocholt, 20. Mai 1814. (O. S.K.)^ Bocholt, 7. Dezember 1813.