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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
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213
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Steuern und Douanen. 21Z

Nassau uach Pommern versetzen; Gott weiß, wohin man uns sendenWird." Und Zwackh meldetetIn Bocholt ist große Unruhe überBriefe aus Ahaus, wegen Veränderung des Landes. ... Ich binfast gewiß, daß, wenn eine Versetzung absolut stattfinden sollte, mauSie vorher benachrichtigen wird, um Ihre Anträge abzuwarten. SieWissen, daß der Fürst zu Salm-Salm und die Fürstin von Hohen-zollern an den Kaiser und an den Minister-Staatssekretär wegen derRente der Rheingrafcn geschrieben haben. Die 33 000 Gulden sinddurch den letzten Reichsrezeß auf die Domänen und die gewöhnlichenSteuern des Amtes Horstmar hypotheziert. Wir reklamieren entwederdie Bezahlung oder die Entschädigung durch ein Gebiet von gleichemWert." Zwackh beschwor Friedrich, den König von Bayern, denFürstenprimas und die anderen Alliierten, die eben in Paris waren,für seine Sache zu gewinnen. Bald darauf (3. März 1810) verliehNapoleon Friedrich den Orden der Ehrenlegion, nach dem er schonlange strebte 2. Von der Versetzung der salmischen Häuser war vorerstnicht mehr die Rede.

Ein Publikandum vom 29. März 1810 verkündete ^ eine neuebis zum 14. Mai abzuliefernde extraordinäre Steuer; die Kapitalstenersollte verdoppelt, die Handlungssteuer bei den Juden ^ ganz und beiden Christen halb, die Zehnten und die Steuer auf freie Gründe, dieEinwohner- und Hausgenossensteuer verdoppelt erhoben werden.

Die Douanenfrage und die Schikanen der Douaniers (s. S. 210),die der Generaldirektor der kaiserlichen Douanen, von Türck, in Schutznahm, führten zu immer neuen Mißständen; Moritz war entrüstetüber die Eingriffe der fremden Beamten.Die erste Pflicht einesSouveräns", schrieb er der Bocholter Regierungist das Lebenund die Habseligkeit seiner Untertanen zu sichern. Darin werden dieFürsten von Salm sich nicht säumig finden lassen und der große

> Wetzlar, 19. Januar 1810. (O., e.)

- Großkanzler der Ehrenlegion, Graf Lacepede, an Friedrich, Paris, 5. März1810. (O., e.)

' Gedruckt. N.v. I. 10. St.Mr.

" Die Bocholter Judenschaft trug zur Schätzung der Stadt jährlich 105 Talerbei, zur fürstbischöflichen Zeit hatten die Juden in den Ämtern Bocholt und Ahaus463 Taler jährlich beisteuern müssen. Für 1803 betrug dasJudenschutzgeld" beiderÄmter 360 Taler. (L.j. Judensachen. 3. St.Mr.)

° Ahaus, 28. Mai 1810. (O. v. 52. St.Mr.)