Die Souveränität bedroht.
und in Mission nach Jllyrien sandte, warnte ihn väterlich vor lockeremWandel und riet zur Besonnenheit Zwackh legte ihm nahe 2, „sichein wenig mit den Geschäften seines Landes zu beschäftigen", undMoritz empfahl ihm ^ Zwackh als „einen Mann, der nicht zu ent-behren, außerordentlich gut beschlagen sei und ihm sein bonnot ä'iin-xorwvoo gewaschen habe"; lasse Friedrich sich von Zwackh beraten, sosei gewiß „sein durch Studien vervollkommneter Geist imstande, dasGlück seiner Untertanen zu machen und weise zu herrschen"
Schon das Jahr 1809 gab einen Wink, daß es mit der salmischenHerrschaft ein wackeliges Ding sei, „Ich bin in Unruhe", schrieb Zwackhan Friedrich °, „über eine Versetzung der Häuser Salm. Wenn derKaiser einmal den Entschluß gefaßt hat. Anholt, AHans und Bocholtdem Großherzoge von Berg oder dem Könige von Holland zu geben,um einen oder den anderen für irgendein Territorium, das er braucht,zu entschädigen, wie kann man dies Unheil abwenden?" Zwackh riet,Voumard solle dann mit Amalie für Friedrich Erfurt fordern undAmalie solle Josephinen schreiben; in einem Entwürfe berechneteZwackh die Einkünfte Erfurts auf 80 000 Gulden, die aus Ahausund Bocholt auf 66 000, Moritz schrieb dem Neffen6.' „Ich weiß inAhaus mehr als Du (in Paris); gestern abend erhielt ich sichereKunde und heute morgen die Bestätigung, daß man in Düsseldorfvon einem Moment zum anderen die Befehle erwartet, um Besitz vonSalm und Arenberg zu ergreifen und sie dem Großherzogtum Bergeinzuverleiben. Sieh zu, ob Du noch den Schlag parieren kannst,indem Du beim Kaiser um Audienz bittest; stelle ihm vor. Du seiestvöllig ruiniert, wenn dies geschähe; wenn Du den Streich nicht pa-rieren kannst, so wirst Du wenigstens erfahren, was er Dir stattdessen geben will, oder ob man Dir nur Deine Domänen lassen will,wie man es bei den Rheingrafen gemacht hat. In diesem Falle ver-lange von ihm wenigstens Steuerfreiheit für dieselben, was immerhinviel gewonnen wäre, — Ich habe gehört, man werde das Haus
5 Friedrich bewohnte in Paris das von ihm gekaufte frühere Hotel Breteuil.- Wetzlar, 30. Oktober 1809. (K. S.K,)
° Ahaus, 29, Oktober 1809. (O„ e.)
^ Zwackh an Friedrich, Wetzlar, 27, November 1809. (O., e.)
6 Wetzlar, 19. Dezember 1809, (O., e.)
° Ahaus, 6. Januar 1310. (O., e.)