Druckschrift 
Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
Entstehung
Seite
73
Einzelbild herunterladen
 

Verwendung Ludwig Engelberts.

73

gestellt und verifiziert; Bacher habe zwar anerkannt, daß das Senats-konsult vom 13. Dezember 1810 die Domänen nicht betreffe, habeaber ihre Restitution nicht anordnen können und die erhobenen Rück-stände seien nicht zurückgegeben worden; der Herzog könne somit seinHaus nicht gemäß der Napoleon gegenüber eingegangenen Verpflich-tung halten, wie es doch sein Heiratskontrakt fordere. Am 5. Maiklagte der Graf abermals Maret ^ über die unbegreifliche Härte derkaiserlichen Regierung gegen seinen Sohn und schilderte in einemJammerbriefe an Napoleon selbst ^ den alten Glanz des Hauses Aren-berg;es kam unmittelbar nach dem von Württemberg-Mömpelgard,das heute auf dem Thron fitzt. Es ging vor dem Hause Nassau undvor allen denen, deren Existenz im Rheinbund Eure Majestät gewahrthaben". Für Maret stellte er die Forderungen seines Sohnes in0b-servations" zusammen ch denen bald neue Noten folgten Maretaber sagte ihm persönlich, man dürfe nicht erwarten, daß dem Kaisereine Arbeit über das Haus Arenberg vor zwei Monaten vorgelegtwerden könntet Maret kannte die Sachlage so wenig, daß er LaBesnardiere aufforderte ch ihm genau mitzuteilen, wie hoch das Netto-einkommen des Herzogs aus der ihm noch gebliebenen Grafschaft seiund wie sie heiße.

In einer nicht unterschriebenen Note vom August 1811 über denHerzog von Arenberg? hieß es, man müsse zuerst Nachrichten überdie Quotität der Verluste an Domanial- und Feudaleinkünften, welchedie Anwendung der französischen Gesetzgebung in den GrafschaftenMeppen und Dülmen dem Herzoge verursachten, und die Lösungvieler Fragen abwarten. Der Herzog habe z. B. im Jahre 1809eine Douane errichtet, die im Jahre 1810 60 000 Frank einbrachte,Bacher aber erkläre, die Douane sei ungerechtfertigterweise entstandenund man könne den Ertrag eines Jahres nicht als ständige Einnahme

> O. PI. 6. L..L.)

- Paris. S. Mai 1811. (O., e.)

2 Paris, 14. Mai 1811. (O., e.)

- Paris, 26. und 30. Juni 1811. (O., e.)

^ Baron Bilderbeck an den Fürsten Friedrich zu Salm - Kyrburg, Choiiy,26. Mai 1811. (O. S.K.)

° 9. August 1811. (O. M 6.

' I. 6. H.L.