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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
Entstehung
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VI
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VI Vorwort.

darüber aus, daß gerade ich die Geschichte seines Hauses schreibenwolle, und beauftragte seinen Kammerdirektor Max Heim in Brüssel,mir die Archivalien dort zu unterbreiten. Dies geschah in liebens-würdigster Weise einige Wochen lang, ich exzerpierte und legte, alsich abreisen mußte, viele Akten in Heims Hand, der sie für mich ab-schreiben zu lassen versprach, leider aber nicht dazu kam, sein Ver-sprechen einzulösen. Niemand weiß, wo die für mich zurückgelegtenAkten sind, das riesige Archiv wird, wie mir der Herzog am 12. Mai1910 aus München schreibt, jetzt in neue Räumlichkeiten gebracht, ichkann nicht zu weiteren Nachforschungen zugelassen werden, und so fehltder Vollendung des Teiles Arenberg gewiß manches.

Vom verstorbenen Fürsten Leopold zu Salm-Salm wurde mirim März 1896 eine abschlägige Antwort zuteil, hingegen erklärte sichder heute regierende Fürst Alfred am 30. September 1910 bereit, mir dieBenutzung der AnHolter Akten von 17891815 zu gestatten, bat aber,erst nach der Neueinrichtung des Archivs nach Anholt kommen zuwollen. Laut Bericht des Bürgermeisters zu Bocholt vom 28. Fe-bruar 1893 enthält das dortige Archiv nichts für beide Salm Wesent-liches.

Aus Sigmaringen schrieb mir vr. von Fischbach am 27. Oktober1893, der evangelische Pfarrer zu Finstingen in Lothringen schreibe eineGeschichte der Dynasten von Finstingen. Eine riesige Ausbeute liefertemir das Fürstlich Salm-Kyrburgische Hausarchiv zu Renneberg (jetzt nachAnholt überführt), zu dem mich der verstorbene regierende Fürst Fried-rich VI. Ludwig zu Salm-Kyrburg am 28. Januar 1893 zuließ; beieinem Besuche auf Schloß Renneberg suchten er und ich alles von Belangzusammen und er sandte es mir nach Heidelberg. Liberaler und zu-vorkommender konnte niemand Studien über sein Haus fördern, alsder leider früh dahingegangeneFürst, der mir seit dem Besuche ein treuerFreund wurde. Auch der regierende Fürst Otto H. zu Salm-Horstmareröffnete mir freundlichst sein Archiv zu Koesfeld im Februar 1896, undich besuchte ihn in seinem interessanten Schlosse Varlar. WertvolleAufschlüsse über Salm-Kyrburg, resp. Kirn, verdanke ich FräuleinMarie Simon zu Kirn, die mir seit meinem dortigen Besuche 1893vieles mitteilte; besonders aber war mir hocherwünscht die schranken-lose Benutzung des Privatarchivs des Königlich Bayrischen Rittmeistersa. D. Wilhelm Ritters Zwackh von Holzhausen in Heidelberg, des Sohnes