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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
Entstehung
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VII
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Vorwort. vii

des berühmten Diplomaten des salmischen Hauses. Aus Burgsteinfurtwurde ich am 18. März 1895 von der Fürstlich BentheimschenDomänenkammer dahin beschieden, daß sie mir aus dem Archive nichtsliefern könnte. Höchst liebenswürdig gestattete mir der regierende FürstErwein von der Lehen am 2. Februar 1893 die Benutzung seinesreichen Archivs zu Waal, ich suchte während eines Aufenthaltes beiihm alles Nötige aus und durfte es in Heidelberg in aller Ruhe aus-arbeiten. Manches fand ich auch bei meinem wiederholten Aufenthalteauf Schloß Braunfels an der Lahn und auf Schloß Herrnsheim beiWorms im Fürstlich Solms-Brannfelsischen Hausarchive und im Dal-bergischen Archive des Freiherrn von Hehl zu Herrnsheim.

Von hohem Interesse sind die in letzterem liegenden Denkschriftendes späteren Herzogs Emmerich Joseph von Dalberg, damals badischenGesandten in Paris. In einem an die Markgräsin - Witwe Amalievon Baden, die Schwiegermutter Kaiser Alexanders I., nach St. Peters-burg gesandten Promcmoria von 1804Über den Einfluß Rußlandsauf das deutsche Reich. 1804" sagt der Gesandte:Nie waren dieRekurse der Schwächeren und der Sukkurs der Stärkeren gebieterischervon Nöten als in unserer Epoche. Frankreich übt gegen alle StaatenEuropas mit Ausnahme von England und Rußland einen beschimpfen-den Despotismus aus; es behandelt mit absoluter Verachtung allePrinzipien der Gerechtigkeit und Decenz, und die Nachwelt wird Mühehaben zu glauben, daß es diesen Despotismus ausübt, ohne daß sichetwas widersetze und ihm entgegentrete. Auf keinem Land lastet diesGewicht stärker als auf Deutschland, Holland und Italien, und dererstere Staat sollte wegen der Sicherheit und Ruhe von ganz Europaam wenigsten darunter leiden." In der Zerfahrenheit des deutschenReichs erblickte Dalberg das Werk Frankreichs, als dessen Helfer erBayern und andere bezeichnete, und während er auf Preußen schalt,hoffte er auf Rußland.In gegenwärtiger Epoche", fuhr er fort,wo das Bedürfnis Europas gebieterisch die Hilfe und Stütze Ruß-lands gegen Frankreich erheischt, wird das (deutsche) Reich besondersWichtig für das Bundesshstem Rußlands, und es wäre vielleicht Zeit,die Staaten zu vereinigen und eine Liga zu bilden, welche mehr oderweniger furchtbar wäre und deren Streitkräfte sehr nützlich zu ver-wenden wären, wenn die Umstände einen Krieg herbeiführten. DasInteresse und die Furcht waren immer die Triebfeder,