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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
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dem Stammhaus in der Dickgasse mehrere Häuser in Erpel, Weinbergean der Erpeler Lei und in Dattenberg bei Linz, ein Ackergut in Bruch-hausen und seit 1716 durch Kauf das Hüttenwerk Hanwerth in derGemeinde Höchstenbach bei Hachenburg im Westerwald, mit dem einHammerbetrieb zur Verarbeitung des gewonnenen Eisens verbunden war.Dieses Hüttenwerk war die Hauptquelle seines Wohlstandes. In den1720er Jahren erbaute er in Erpel ein Armenhaus, das er 1735 dotierte,woraus die noch jetzt bestehende Bachem-Stein-Herzigsche Armen-stiftung in Erpel entstand. (Die Urkunden bei Karl Bachem, JosefBachem I. S. 341 u. ff.) Wilhelm Bachem, der Ende Januar 1737 starb,war viermal verheiratet, hinterließ aber nur aus seiner zweiten Ehe mitKatharina Zillickens vier Kinder: Johann Peter, Martin (dessen Nach-komme 186375 Oberbürgermeister von Köln war), Gottfried und AnnaKatharina. Johann Peter war ein tüchtiger Geschäftsmann, der dasEisenwerk auf dem Westerwald erhielt; er hatte im Jahre 1732 MariaAgnes Kaufmann in Bonn, die Schwester des nachmaligen Bürgermeistersdortselbst geheiratet. Bei seinem wahrscheinlich 1761 eingetretenen Todehinterließ der sehr wohlhabende Mann sechs Kinder, von denen derAelteste im Jahre 1758 in Trier in den Orden der Gesellschaft Jesu eintrat.Von den übrigen Kindern Anna Katharina, Lambert, Mathias, MariaAgnes und Wilhelm Josef (geb. 1751) hatte der letztere den betriebsamenGeist der Väter geerbt. An der Kölner Hochschule hatte er Rechts-wissenschaft studiert und dann von den Geschwistern das Stammhausin der Dickgasse zu Erpel für 3000 Reichstaler erworben. In Erpel wurdeer bald Gerichtsschöffe und im Jahre 1774 Schultheiß, welche Stellung erelf Jahre behielt. Dann verzog er nach Köln, wo ihm die Stelle desDomkellners übertragen worden war, die der damalige InhaberBecker wegen Alters nicht mehr zu versehen imstande war.

Vom 16. November 1785 datierte seine Bestallung, die ihm 600 Reichs-taler Gehalt einbrachte, wovon er freilich 200 Reichsflorin als Ruhegelddemabgestandenen Domkellnern Becker lebenslang abgeben sollte. Vondieser Auflage wurde er aber baldin Gnaden befreyet, auch erhielt ernach dem Tode seines Vetters Bennerscheid die Stelle eines Schultheißenin Gleuel und wurdeScheffe am Probsteiligen Severins-Gericht.

Das Amt des Domkellners drückte ihn nicht allzusehr; alljährlichbrachte der Reisewagen ihn rheinaufwärts zum Besuche der vielen,zerstreut gelegenen Weinberge, deren Besitzes sich das Domkapitelerfreute. Dieses hatte in Wilhelm Bachem zu dem Amte den geeignetenMann gefunden; er war gesellig und lebenslustig. Auf seinen Reisenbegleitete ihn die Violine, und wenn die Geschäfte des Tages erledigtwaren, spielte er abends in heiterer Gesellschaft auf. So erfreute ersich überall bei dem leichtlebigen Völkchen größter Beliebtheit.

Am Gereonsdriesch in Köln ließ er sich ein Haus bauen, das, alsauf Befehl des französischen Stadtkommandanten Generals Daurier im