Einzelheiten und Nachweisungen.
* (S. 1) Wahrscheinlich rührt der Name der Familie Bachem von einem dergleichnamigen Dörfer ( = Bachheim) her, die es bei Ahrweiler, bei Mehlemund bei Köln gibt. Die Familie findet sich seit Anfang des 17. Jahr-hunderts in Erpel am Rhein ansässig; im Jahre 1617 wurde ein Thill-mann Bachem zum „Schützen“, 1618 „zu Förster ahngeordnet“. Ver-mutlich ist er im Jahre 1623 gestorben; sein Sohn Heinrich wird als„Schiffer und Händler in Kolonialwaren“ aufgeführt, wie auch andereMitglieder der Familie später als „nauta“ bezeichnet werden. Sie fuhrenmit eigenen Schiffen nach Holland und kauften dort Kolonialwaren, um siein der Heimat zu vertreiben. Anscheinend ein Bruder Heinrichs, AndreasBachem, wird in dem benachbarten Linz genannt. Ein Votivbild ausdem Jahre 1636 in der Kirche zu Bruchhausen bei Unkel nennt und ver-sinnlicht Andreas Bachem und seine Frau Agnes Spe. Sein Sohn Andreasscheint männliche Nachkommen nicht gehabt zu haben. Dagegen blühtein Erpel die Familie weiter. Der Sohn Heinrichs war Johann Bachemder 166 1 ! einen Erbschaftsstreit gegen seinen Oheim Jakob Fischer an-strengte. Er und seine Ehefrau Elisabeth scheinen etwas heftige Charakteregewesen zu sein; beide waren in Beleidigungsklagen verwickelt. Einmalmußte sich „Johannes Bacheims Haußfrau Elisabetha“ gegen des „JohannesGießen Ehehausfrau Apollonien“ verantworten, weil sie sie eine Hexegenannt hatte. Johann Bachem, der um 1670 starb, hinterließ die beidenSöhne Johann und Wilhelm; der erstere, der mit einer geborenenWundlich verheiratet war, wird im Jahre 1710 als Bürgermeister aufge-führt. Seine zahlreiche Nachkommenschaft ist ausgestorben. Wilhelmist der eigentliche Stammvater der Kölner Familie geworden. Im Jahre1686 erscheint er als Kläger, weil ihm von Schiffersknechten ein Lochin den Kopf geschlagen worden war. Im übrigen bekleidete er in der Folge-zeit die Aemter als „Beschworener“, „Gewaehrmeister“, „Bürgermeister“(1702), „Thürmeister“ usw. Er galt als reicher Mann und besaß außer