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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
Seite
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Oktober 1794 die Häusernumerierung eingeführt wurde, die Nummer3519 erhielt. In der freien Reichsstadt Köln hatte jedes Haus seinenNamen. (Das jetzt auf dem Grundstück stehende Haus No. 19 ist imBesitze des Herrn Franz X. Bachem). Seit 1775 war Wilhelm Bachemmit Maria Anna Myrbach, der Tochter des Gewaltrichters Myrbach inBonn verheiratet. I

* (S. 2) Die Familie DuMont stammt aus Belgien, wohin wahrscheinlich im i16. Jahrhundert ein italienischer de Monte ausgewandert ist. Von Sou- jmagne bei Lüttich kamen Hermes und Heinr. Josef DuMont als Tabak- jfabrikanten 1738 nach Köln. Heinr. Josefs Urenkel Marcus Theodor ]heiratete 1805 Katharina Schauberg und erwarb 1808 von den Erben der iaus dem Luxemburgischen stammenden Schauberg die Druckerei und jdie Kölnische Zeitung. Seine Firma schrieb er bis 1836 mit ü. ( Mont)

3 (S. 3) Das dem Kölner Adreßbuch von 1797 folgende von 1813:Itinerairede Cologne führt folgende Buchhändler auf: C. A. Haas, C. Imhoff,

D. Keil, J. A. C. Lumscher (zugleich Druckerei), J. Mathieu (dgl.),

M. Odendall (dgl.), jH. Rommerskirchen (dgl.), J. G. Schmitz (dgl.), T. F.Thiriart (dgl.). Außerdem gab es noch die Drucker: Bourel, DuMont-Schauberg (Rue du Pont Romain 8), Everaerts, J. M. Feilner, J. M. Heberleund Wwe. Langen (Komödienstraße 38).

4 (S. 4) Eberhard v. G r o o t e War der Sohn eines Kaiserl. Oberpostmeisters

in Köln, der, wie viele Kölner Patrizier, 1794 vor den französischen

Republikanern mit seinem fünfjährigen Sohne nach Arnsberg geflohenwar. Eberhard, 1789 geboren, studierte in Heidelberg Rechtswissenschaft,Philosophie und Geschichte. Den Befreiungskrieg machte er als Volontär-offizier im 3. preußischen Armeekorps und als Adjutant des preußischenKronprinzen mit. Seinem Wirken nach dem Einzug der Heere in Parisist es hauptsächlich zu danken, daß Frankreich die aus Deutschland nachParis verschleppten Kunst- und Literaturschätze großenteils zurückgebenmußte. Auf seine Veranlassung setzte Blücher eine bez. Kommission ;

ein. Nach seiner Rückkehr aus Paris wurde Groote 1816 der Kölner j

Regierung als Assessor zugewiesen und fand in dem Kanonikus Wallraf, |dem Schöpfer des Kölner Museums, einen Lehrer und Freund. In diesem <Jahre gab er das Jahrbuch für Freunde altdeutscher Zeit und Kunstheraus. Um die alte Literatur machte er sich im Jahre 1821 durch dieHerausgabe des Tristan von Gottfried von Straßburg verdient. SechsJahre später verließ er den Staatsdienst und stand 20 Jahre lang an der iSpitze der umfangreichen Kölner Armenverwaltung. Ueber das Waisen- ;haus zu Köln veröffentlichte er 1830 ein Werk. Von Sulpiz Boissereewurde er für den Ausbau des Domes gewonnen. 1834 gab er Hägens jReimchronik der Stadt Köln heraus.

5 (S.6) Das Montaner Gymnasium war das älteste der dreiBursenin Köln und, wie die anderen beiden das Laurentianer aus 1426 und