im Neubau an der Marzellenstraße straßenwärts zu ebenerErde eine schöne Unterkunft gefunden. Der große Raum dientgleichzeitig als Druckereiannahmestelle, der seit 1886RobertHölzer vorsteht, und endlich der Verlags- Drucke-rei- und Zeitungskasse, deren verantwortungsvolles Amtseit 1894 Josef Paffenholz (eingetreten 1891) innehat.
10. Der Zeitschriften- u. Zeitungsverlag von 1854 bis 1918.
a) Zeitschriften.
Die Zeitschriftenliteratur in diesem Zeitraum ist zunächstvorwiegend theologischer und erzieherischer Natur.
Dem Wunsche, daß der Klerus der Metropole des Rheinlandesund der Erzdiözese Köln durch die Herausgabe eines eigenenPastoralblattes einen Mittelpunkt für den Gedankenaustauschüber die verschiedenen Gebiete seiner pastoralen Wirksamkeitgewinnen möchte, sollte durch die Tatkraft des bekannten Dog-matikers Professors Dr. M. Sehe eben am ErzbischöflichenPriesterseminar Erfüllung werden. Im Januar 1867 kam unterseiner Redaktion die erste Nummer des „Pastoralblattes. UnterMitwirkung eines Vereins von Curatgeistlichen der ErzdiözeseKöln“ im Bachemschen Kommissionsverlag heraus und seitdemerscheint das Blatt monatlich.
Ebenfalls für den Klerus gab der Kaplan Dr. P. Oberdörfferseit Oktober 1887 die „Kölner Correspondenz für diegeistlichen Präsides katholischer Vereinigungen der ar-beitenden Stände“ heraus. Nach ihrem 13. Jahrgang (1900) wurdedas Unternehmen als Manuskript gedruckt für Präsides oderVereine fortgesetzt unter dem Titel „Präsideskorrespondenz,unter Mitwirkung von Präsides hg. von Dr. Aug. Pieper“.
Auch das von dem jetzigen Domkapitular Dr. Heinr. MariaLudwigs herausgegebene „Kölner Sonntagsblatt für Stadtund Land“ ging zuerst, von 1872—75 aus der BachemschenDruckerei aus. Von 1876 ab übernahm es die Firma HeinrichTheissing in Köln.
„Ausgehend von der Ueberzeugung, daß eine wirksame Be-kämpfung der mit dem Großgewerbe verbundenen vielfachenUebelstände und der dadurch der bürgerlichen Gesellschaft