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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
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Montags Ballen nach Frankfurt und Stuttgart, Samstags nach Leipzig,außerdem Postpakete nach Leipzig und Frankfurt jeden Donnerstag.

Auch in anderer Beziehung suchte der Verlagsverein die In-teressen seiner Mitglieder wahrzunehmen. Als die preußischeVerfassungsurkunde vom 5. Dezember 1848 in § 24 erklärte, daßdie Preßfreiheit weder durch Censur, noch durch Concessionenund Sicherheitsbestellungen, weder durch Staatsauflagen nochdurch Beschränkungen der Druckereien und des Buchhandelsbeschränkt, suspendirt oder aufgehoben werden dürfe, warenauch die Notwendigkeit der behördlichen Genehmigung des Buch-handelsbetriebes und die Buchhändlerprüfung 23 gefährdet. Daswar aber nicht nach den Wünschen des an dem Bestehendenfesthaltenden Kreisvereins, der sich nun auf seine eigenen Gesetzezur Regelung dieser Verhältnisse angewiesen sah, was erheb-liche Erregung hervorrief.

Als Verlag ist der Kölner Verlagsverein, soviel festzustellenist, nur mit einem Unternehmen hervorgetreten: mit der vonder Bonner katholisch-theologischen Abteilung der Hochschule,bestehend aus den Professoren Dieringer, Hilgers, Scholz undVogelsang, unter Redaktion des Erstgenannten Seit dem 1. Juli1844 herausgegebenenKatholischen Zeitschrift fürWissenschaft und Kunst, die in monatlichen Heften vonacht Druckbogen oder vier Bänden im Jahre erschien. Sie enthältin ihrem ersten Halbjahr u. a. einen Artikel von AugustReichensperger über die christlich-germanische Baukunstund ihr Verhältnis zur Gegenwart. Bis zum Ende des Jahres1846 erschien sie (zuletzt mit 331 Beziehern) in Köln, worauf sievon dem Herausgeber unter dem TitelKatholische Vierteljahrs-schrift für Wissenschaft und Kunst in Umfang von 12 bis13 Bogen im Verlag der Schwannschen Buchhandlung in Kölnund Neuß noch einige Jahre fortgeführt wurde. Der Preis wurdevon 6 Taler auf 3 Taler 10 Sgr. für den Jahrgang herabgesetzt.

7. Der Buchverlag von 1840 bis zum Tode LambertBachems 1854. Beginn der Tätigkeit Josef Bachems.

Der älteste Sohn Lambert Bachems, Josef Wilhelm Peter,war bei Aufhebung des Falliments noch nicht 20 Jahre alt. Ueberseinen Lebenslauf lassen wir ihm am besten selbst das Wort,