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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
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mitzutheilen uns beehren werden, zu verbinden . . . Zum Direktordes »Kölner Verlagsvereins« ist Herr L. Bachem, und zum Mit-direktor Herr P. Schmitz ernannt. Als Geschäftsführer leisteteder älteste Sohn L. Bachems, Josef Bachem von Anfang andie Hauptarbeit 82 .

DerKölner Verlagsverein, Marzellenstraße N. 20 (den dievierbändige, von der Historischen Kommission des Börsenvereins derDeutschen Buchhändler herausgegebeneGeschichte des Deutschen Buch-handels nicht erwähnt), besorgte die Kommission wie die Spedition.Seine Mitglieder sollten1. regelmäßig einmal wöchentlich ihre Bestell-zettel pr. Briefpost frankirt hierherschicken, 2. die verlangten Sachengleich nach Eingang der Bestellzettel, ebenfalls einmal wöchentlich hier-hersenden, was sich indess nur durch Gemeinschaft aller Handlungeneiner Stadt wohl erreichen läßt . . . Wenn auf diese Art aller buch-händlerischer Verkehr der Provinz durch unsere Hände geht, wird sichdie Masse der spedirten Packete so bedeutend vermehren, daß, wie wirmit Sicherheit annehmen dürfen, wir im Stande sein werden, an jedemOrt einmal wöchentlich, und nach den Hauptorten zwei oder nach Um-ständen mehrmal wöchentlich zu packen. Die Pakete wurden für alleHandlungen einer Stadt an eine Adresse gesandt. Auch Kommissionslagerkonnten die Mitglieder von ihren Verlagsartikeln in Köln einrichten.

Im Gegensatz zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als diebuehhändlerisehen Bestrebungen von Süddeutschland besonderseifrig betrieben wurden, ging die Reformbewegung seit 1840 vomWesten aus. Der Vorstand des Kreisvereins (L. Bachem, J. DuMont und L. Kohnen in Köln, J. Hölscher in Koblenz und C.Theissingin Münster) machte sogar mit Rundschreiben vom 1. März 1844denVersuch, eine Vereinigung sämtlicher Buchhandlungen Deutsch-lands und der Schweiz zustandezubringen, mit dem Zweck derAbschaffung deseigentlichen Grundübels im Buchhandel, desRabattgebens an das Publikum. Ueber den Erfolg ist aus demBand der Rundschreiben und der Protokolle der jährlichen Ver-sammlungen des Kreisvereins von 1843 bis 1856, der sich imBesitz der Firma J. P. Bachem befindet, nichts zu ersehen.

Der Verlagsverein war erfolgreich;die sich täglich mehr zum Vor-theile des handeltreibenden Publicums ausbreitende Communication durchEisenbahnen und Dampfschiffe, sowie die zur Spedition vorzüglich ge-eignete Lage Kölns erwiesen sich günstig. Nachdem am 15. Oktober 1847die Köln-Mindener Eisenbahn eröffnet worden war, stand der Einrichtungdes direkten Güterverkehrs auf den ganzen Strecken zwischen Berlinoder Leipzig und Köln nichts mehr im Wege. Vom Anfang 1848 gingen