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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
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wie er es bei Gelegenheit der Machsuchung der Zulassung zumBetriebe des Buchhandels und der Druckerei im Jahre 1854 ineiner Eingabe an die preußische Regierung führte.

Geboren am 21. Oktober 1821 in hiesiger Stadt, heißt es da,besuchteich nach dem Austritt aus der damaligen Pfarrschule zu St. Alban vonOstern 1830 bis Herbst 1837 die hiesige höhere Bürgerschule, welche ichnach gemachtem Abiturienten-Examen mit dem Prädikatvorzüglich be-standen verließ, um in das Geschäft meines Vaters einzutreten. In dem-selben bestand ich am 20. November 1837 bis 17. September 1840 dieLehre als Buchhändler und arbeitete ferner als Gehülfe in dem-selben bis Ende 1843, indem ich mich zugleich speziell mit der Erlernungder Buchdruckerei beschäftigte. Letztere Beschäftigung setzte ich bisEnde 1847 fort, während ich als Gehülfe und später Geschäftsführer inder Verlagsbuchhandlung desKölner Verlagsvereins arbeitete 23 ,da mir dazu fortwährend Zeit verblieb. Anfangs 1848 ging ich als Bevoll-mächtigter desKölner Verlagsvereins nach Brüssel und Paris, umdort für die Gemeinschaft der Buchhändler Kölns neue Geschäftsverbin-dungen anzuknüpfen. Die Erfolglosigkeit meiner Bemühungen veranlaßtemich, Anfangs Februar in das alte, wohlrenommierte Bankgeschäft vonP. J. Chedeaux & Cie. in Paris einzutreten 24 , wo mir in Folge guter Emp-fehlungen die Führung des Journals anvertraut wurde. Die mit derFebruar-Revolution für den Handelsstand eintretenden schlimmen Con-juncturen zwangen dieses, in große algierische Landspekulationen ver-wickelte Haus bald nachher seine Zahlungen einzustellen. Ohne Aussichtauf eine neue Stelle, ging ich nach Köln zurück, wo damals Vorbereitungenzur Gründung der Rheinischen Volkshalle getroffen wurden, unddort trat ich am 12. September 1848 als zweiter Gerant der Actien-Commandit-Gesellschaft H. Stienen & Comp, in deren Dienste. Nach Auf-lösung dieser Gesellschaft erhielt ich die Stelle als Gerant der neuge-bildeten Aetien-Commandit-Gesellsehaft Jos. Bachem & Comp., als welcherich die kaufmännische Geschäftsführung und den Verlag resp. Verkaufder Deutschen Volkshalle vom 1. October 1849 bis zum 15. Juli1854 betrieb. Durch den am 10. Januar d. J. erfolgten Tod meines ein-zigen Bruders' 5 , der das Geschäft meines schon seit längerer Zeit schwäch-lichen und seit September vor. J. fast ununterbrochen kranken Vatersselbständig führte, war diesem Geschäft die Stütze entrissen. VomJanuar bis Juli d. J. konnte ich, mit der Geschäftsverwaltung derDeutschen Volkshalle beschäftigt, kaum die nöthige Zeit gewinnen,um das (Väterliche Geschäft in welchem bekannter Maßen meinerSchwester und mein einziges Vermögen beruht nicht in Stillstandkommen zu lassen. Dies war umsomehr der Fall, als die Generalver-sammlung der Actionäre in jenen Zeitraum fiel, und ich diesen gegen-über gehalten war, alles in der pünktlichsten Ordnung zu überliefern.Von Anfang August bis Oktober war mein sei. Vater im Bade abwesend,