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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
Entstehung
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kapfenberg zu behaupten, und man darf sagen, daß er sein Ziel er-reicht hätte, wären seine Mittel hinlänglichere gewesen. Im Jahre1327 — er war zuletzt Kreishauptmann trat er in den wohlver-dienten Ruhestand und ist am 8. November 1839 gestorben. SeineGemahlin, Franziska Romana geborene Heiß, entstammte bürgerlichenKreisen und genoß bis zu ihrem Tode den Ruf einer Wohltäterin derArmen und Bedrängten. Sie starb in Laibach am 3. März 1868.Von der großen Kinderschar, die Leopolds gleichnamiger Vater hatte,waren nun alle verstorben und seit dem Tode Adolfs, dessen seinOheim Felix in dem obigen Briefe mit gerechtem Tadel gedachte, warder ganze alte Gutenberger Ast des Hauses Stubenberg ans die zweiAugen des Grafen Gustav beschränkt, der sich im Februar 1819 mitFranziska Freiin von Staudach vermählte.

Auch der jüngere Zweig des Stubenbergischen Hauses, den man denWiedener nennen darf, schrumpfte in seiner Mitgliederzahl rasch zu-sammen. Der Älteste, Leopold, der mit Maria Anna Gräfin vonHerberstein vermählt war, starb 1810; im folgte im Majorat und imSeniorat des Gesamthauses Graf Karl nach, nachdem er als Majorseinen Abschied genommen. Seine beiden Brüder Philipp und Pius,die gleichfalls militärische Dienste genommen hatten, starben jener imJahre 1818 und dieser, mit Hinterlassung zweier Töchter, Mathildeund Johanna, im Jahre 1824. Als Graf Karl im Jahre 1842 starb,folgte ihm im Majorate und Seniorat sein jüngster Bruder Wolfgangnach, der mit Angelika Gräfin von Trautmannsdorf vermählt war.Wolfgang ist es, der in hochherziger Weise, den Anregungen ErzherzogJohanns und dein Beispiele folgend, das sein Bruder Karl und seinVetter von der Gutenberger Linie gegeben, im Jahre 1860 die Ur-kunden, Akten und sonstigen Archivalien, die er in seinem Archive aufSchloß Wieden aufbewahrte, dem steirischen Landesarchiv geschenkweiseüberließ. Mit seinem am 1. November 1868 erfolgten Tode erloschder jüngere Zweig des Hauses Stubenberg, für den seinerzeit derLandeshauptmann Georg Herr von Stubenberg das Fideikommiß er-richtet hatte. In den familienrechtlichen Festsetzungen waren noch inder Zeit, als man das Erlöschen des jüngeren Zweiges kaum erwartendurfte, manche Veränderungen vor sich gegangen. Das Wichtigste war,daß infolge eines auf Schloß Wieden am 15. Dezember 1830 zwischenKarl, Leopold und Wolf Grafen und Herren von Stnbenberg abge-schlossenen Vertrages die alte Stubenbergische Erbeinigung ausgelöstwurde. In dem betreffenden Vertrage heißt es: Bei dem Umstände,daß die Herrschaft Wieden sich niemals unter den, den vier Brüdern,Söhnen Wolfs von Stubenberg, angefallenen Gütern befunden hat,der Erbeinigung sonach nicht unterlag, bei dem ferneren Umstände,daß auch zu Oberkapfeuberg Stücke hinzukamen, die sich ursprünglichunter diesen Gütern nicht befanden, da endlich Oberkapfeuberg, soweites der Erbeinigung unterlag, von den Besitznachfolgern zu einemFideikommiß bestellt und sonach der Zweck der Erbeinigung, den will-kürlichen Verkauf und die Verschuldung der alten Stammgüter zu