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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
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bis an ihren Tod weiter bezog und bei ihrer großen Bedürfnislosigkeithievon noch an die Annen und Bedrängten abgeben konnte. Sie hatin Tans eine kleine Kapelle gestiftet. Ältere Leute unserer Tage in Tauserinnern sich noch des alten gräslichen Fräuleins, das, 81 Jahre alt,im Jahre 1847 verstarb. Den Zusammenhang mit den steirischenZweigen ihres Geschlechtes hatte sie gänzlich verloren.

Die Vettern des Täufer Stubenberg traten nach ihres VatersTode dessen Erbe an: Obermureck wurde mit 99.299 Gulden, Unter-kapfenberg mit 52.506 Gulden eingeschätzt, st

Die beiden älteren Erben widmeten sich dem Militärstande; eswaren Wenzel und Franz, die am 13. November 1756 für großjährigerklärt wurden. Jener besaß indes eine größere Vorliebe für die Land-wirtschaft. Er schlug den Behörden verschiedene Mittel zur Hebungder Viehzucht vor, die aber keinen Anklang fanden.st Die jüngerenBrüder Sigmund und Johann Nepomuk waren gleichfalls Soldatengeworden. Johann fiel in einer der letzten Schlachten des Sieben-jährigen Krieges.

Während Wenzel und Sigmund unvermählt blieben, vermähltesich Franz mit Anna Gräfin Berchtold, eine Ehe, der ein Sohn namensFranz entsproßte. Wenzel fiel zeitweise in Wahnsinn, daher wurde ihmvon der Landschaft in der Person des Grafen Max Josef Wildensteinein Kurator bestellt und sodann am 30. Oktober 1775 eine Erbteilungvorgenommen.st Mureck und Nnterkapsenberg wurden neu geschätztund die Aktiv- und Passivposten in gleicher Weise aufgeteilt. DaWenzel als der älteste ein Prälegat von 30.000 Gulden geerbt hatte,erklärten sich Franz und Sigmund, von denen jener bis zum Oberstendes Colloredo-Regiments ausgerückt, dieser als Hauptmann einer weiterenmilitärischen Karriere entsagt hatte, bereit, falls ihm die Zinsen desPrälegates bisher nicht gezahlt worden wären, ihm den Abgang zuersetzen. Dieser Vertrag wurde bald nachher dahin abgeändert, daßWenzel Obermureck und Franz Nnterkapsenberg übernahm, und Sig-munds Erbteil mit 27.404 Gulden auf dieses festgelegt wurde. DerBesitz dieser Herrschaft war nur mit schweren Unkosten zu verwalten.Einzelne Teile lagen meilenweit vom Herrenhause entfernt. Franz suchtediese Dinge zu bessern, wie er sich auch der Verwaltung des Besitzesseines sich iv clsvrsvtia befindlichen Bruders annahm. Dieser hattebereits am 28. September 1779 sein Testament gemacht; es wurde in

Stubenberg erwähnt, der angeblich in holländischen Diensten stand. Wenn dieAngabe richtig ist, könnte sich die Notiz auf Johanns jüngsten Sohn JosefAnton Joachim beziehen, der am ti. März 1780 geboren wurde. Aber er müßte1815 auch schon tot gewesen sei», da sonst die Unterkapfenberger Rente ihmzugefallen wäre.

st Landrecht Stubenberg, 220.

st Hofdekret vom 4. September 1769, daß der Unterricht des HerrnWenzel Grasen von Stubenberg, die Verbesserung der Viehzucht betreffend,nicht in Druck zu legen, noch weniger von Seite des Ärars hieran teilzunehmensei. Gub.-Rep., Statthalterei-Archiv, Graz,st Stubenberg-Archiv, Erbteilungen.