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ging auch an dem Hause Stubenberg nicht vorüber, als der Öster-reichische Erbfolgekrieg ausbrach. Nicht bloß daß Georg der Regierungdie bedeutende Summe von 10.000 Gulden vorstreckte/) wozu auchandere Mitglieder des Hauses verhalten waren, und zwar nicht bloßdie Herren, wie Christian, sondern auch Damen, wie Maria Theresia,die Gemahlin des Feldmarschalleutnants Franz, auch die Anwesenheiteines Teiles des Hosstaates und die Unterbringung der Kriegsgefan-genen in Graz verlangte manche Opfer. Die Kaiserin Maria Theresiaerkannte solche Verdienste gern und willig an. So wurde Georg am15. Jänner 1744 „in Anbetracht der dem durchlauchtigsten Erz-Hause von seiner Familie seit unvordenklichen Jahren her in Kriegs-,Justiz- und Landesangelegenheiten treu und beständig erwiesenenDienste und seiner vortrefflichen Eigenschaften und guter Erfahrenheitzum Geheimrat ernannt/ und sechs Jahre später Mitglied des Revi-sionskollegiums. Als die Kaiserin im Sommer des Jahres 1750 überGraz ins Pettauer Nbungslager abreiste und der Landesausschuß dieAnfrage stellte, wo sie die Deputationen empfangen könne, erhielt erdie Antwort, wiewohl sie inkognito reise, könne das füglich in Widengeschehen/)
Nach dem Tode seiner ersten Gemahlin Maria Cäcilia, die am25. März 1756 starb/) vermählte sich Georg mit Maria Antonia, derWitwe Johanns von Stubenberg. Dieser Ehe entsproßten noch zweiKinder: Johann Nepomuk und Regina. Das Söhnlein starb jung:„Ich kann nicht beschreiben," schreibt Sebastian Ebenberger an den Ver-walter Knauer, „wie leid es mir um meinen lieben Grasen Nepomu-eeno ist. Wenn mein eigener Sohn gestorben märe, könnte mein Leidnicht größer sein." Nachdem Georg noch das Präsidium der neueuReligionskommission, die aus fünf weltlichen und ebensovielen geist-lichen Beisitzern bestand, übernommen hatte,/ trat er allmählich vonden Geschäften zurück und wurde am 17. Jänner 1765 in den „Jubi-lationsstand" versetzt/) Er starb am 9. August 1776, 72 Jahre alt,in einer Zeit, in der sein Sohn Wolfgang in: öffentlichen Leben seinerHeimat schon längst eine hervorragende Rolle spielte. Seine Gemahlinfolgte ihm am 8. Mai 1778 im Tode nach/)
s) Ebenda.
/ Statth.-Archiv Graz, Hobil. taso.
/ Landesarchiv, Landesf. 8, 54. Krön es, Gesch. d. llniv. Graz, S. 67./ Inventar, Landrecht, 211: vom 5. April.
/ Kranes, Gesch. d, Univ. Graz, S. 84.
«) Gub.-Rep., 1765, Fol. 197.
st Sein Nachlast, sieh Landrecht Stubenberg, S. 217. Seine Gemahlin,S. 225.
Loserth, Gesch. d. altsteir. Herren- u. Grafenhauses Stubenberg.
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