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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
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in Sachsen von vornherein der Herrenstand des Hauses Stubenbergdem Grafenstande gleichgestellt wurde. Adolf Wilhelm stieg im sächsischenStaatsdienst zum Hof- und Justizrat auf. st Er war mit MagdalenaHenriette von Miltitz vermählt. Der Ehe entsproßten mehrere Kinder,unter denen Wilhelm August zu hohen Ehren gelangte. Zunächst verliehihm Kaiser Karl VII. am 6. Mai 1742 den Reichsgrasenstand. st Diedenkwürdige Urkunde spricht von dem seit vielen Jahrhunderten herberühmten Geschlecht „derer Grafen und Herren von Stubenberg,welches sich mit sürstlichen und gräslichen Häusern verbunden unddenen Grafen des Heiligen Römischen Reiches zu jeder Zeit gleich ge-schätzt auch beständig also geschrieben und traktiert worden". DemGrafen Wilhelm August wird nachgerühmt, „daß er bei der kursächsischenLandesregierung zu vielen wichtigen Kommissionen und Geschäften ver-wendet wurde und auch im Reichsvikariats-Hofgericht sattsame Probenseines in Undliois st Uoliliois besitzenden durchdringenden Verstandesgegeben habe". Dafür erteilt der Kaiser ihm und allen seinen ehelichenRachkommen als alten seines und des Heiligen Römischen ReichesGrafen und Herren das Prädikat Grafen und Herren von Stubenberg,bestätigt ihnen auch ihr uraltes Wappen: „einen mit einer gelb odergoldfarben Einfassung gezierten ovalrunden Schild, in dessen schwarzerFassung ein weiß- oder silberfarber umgekehrter Anker mit einemdurch dessen untern Ring gehenden gelb oder goldfarben Haarzopsoder Seil erscheinet. Aus dem mit einer reichsgräslichen mit Edel-steinen und Perlen gezierten goldenen Krone bedeckten Schild ruhet einfrei offener adeliger blau angelaufener rothgefütteter gekrönter Turnier-Helm mit anhangendem goldenen Kleinod und sechs befindlichen alsvorn dreien weißen oder silberfarben, hinten aber dreien schwarzenStranßfedern. Den ganzen Schild umgibt ein von Außen schwarzer,inwendig weiß gefütteter, oben beiderseits mit Schnüren und daran-hangenden Quasten gebundener Mantel." Friedrich August befahldementsprechend am 9. August 1742, den Hof- und Jnstizienrat Wil-helm August Grasen von Stubenberg „bei aller Gelegenheit so undzugleich mit Beilegung des Ehrenwortes ,Hoch- und Wolgeboreiü zutraktieren". 2)

Wilhelm August scheint nicht der Älteste der Familie gewesen zusein, das war Rudolf Wilhelm, da man nach der Sitte der Zeit demältesten Enkel den Namen des Großvaters zu geben pflegte. RudolfWilhelm hatte die militärische Karriere ergriffen und stand längereZeit hindurch in sächsischen und polnischen Kriegsdiensten. In seinemAbschied, den er am 23. September 1747 erhielt, wird bemerkt, daßer im Schönbergischen Füsilierregiment 14 Monate als Fähndrich,

st Ernennung zum Hof- und Justizrat „umb seiner guten Gelehrsamkeitwillen" vom 21. Mai 1731. Original, Archiv Dresden, Spezial-Reskript, 2731.

st Kopie, Staatsarchiv Wien, Standeserhöhungen sul> Xarolo VII., vol. 1,toi. 14—48.

st Original, Staatsarchiv Dresden, Reskripte Nr. 484.