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versprochen, aber nur, falls er ihm mit einer bedeutenden Geldsummeaushelfe, und das konnte er nicht. Dagegen erhielt Maximilian dasGeld damals von den Stubenbergen und gab ihnen den Besitz zurück.„Sucht nur", schreibt Dietrichstein an Wolf, „fleißig in Euren Schriftenund sendet die Kopien ein, damit ich sie dem Könige vorlegen kann.stWer vom steirischen Großgrundbesitze in jenen Tagen verfügbare Kapi-talien hatte, konnte zu billigen Preisen Grund und Boden erwerben.Man kennt den ungeheuren Steuerdruck, der durch die großen Be-dürfnisse Ferdinands aus Anlaß der Türkennot hervorgerufen wurdeund die geistlichen Stifter zwang, einen großen Teil ihres Besitzes zuverkaufen. Da in dieser Sache bis zur Stunde Anschauungen geteiltwerden, wonach der steirische Adel über das Kirchengut hergefallenwäre und es als gute Beute angesehen hätte, mag hier gesagt werden,daß der steirische Herrenstand in keiner besseren Lage war als diePrälaten. Unsere Steuerbücher geben die erwünschte Auskunst. Eingroßer Teil des Adels war selbst genötigt, mit Grundverkäusenvorzugehen, um die ungeheuren Steuern, die oft 25, 50, ja selbst100 Prozent des Gesamteinkommens, ja noch mehr als dieses betrugen,bestreiten zu können. 2) Da waren gewiß nur wenige Herren in derLage, Güterankäuse zu machen. Und es wurden dementsprechend vonmanchem geistlichen Stifte geradezu als eine Gnade angesehen, wennein Mitglied des Herrenstandes ihm aus der Not hals. So schreibtdie Äbtissin Barbara von Göß an Sebold Pögl: „Wie anderen Prä-laten langt uns schwere Not an. Wir sind bemüssigt, unsere Stists-güter zu verkümmern und gönnen sie Euch lieber als andern, "st Nun,Pögl, der ein Großindustrieller war, konnte aus solche Erwerbungeneingehen; das Haus Stubenberg hat sich an solchen nicht wesentlichbeteiligt^) und die St. Lambrechter waren genötigt, sich wegen desVerkaufes von Gütern im Aflenztal an Sigmund von Dietrichstein zuwenden. Der Gültenzuwachs Wolfgangs war nach dem Tode seines VettersGeorg ein ganz bedeutender: er betrug nicht weniger als 463 Pfund4 Schilling und 15 Pfennig. Dazu kamen jetzt 100 Pfund, die vonden Perneckern, und einige Pfund, die von Klement von Fladnitz unddem Pfarrer von Stubenberg gekauft worden waren. Ohne auf Einzel-heiten einzugehen, für die dies Buch keinen Platz bietet, können wirWolfgangs steiermärkischen Besitz und den des Hauses Stubenberg imJahre 1530 im allgemeinen feststellen. Wolsgang hat an Herrengülten3023 Pfund 3 Schilling und 2 Pfennig, die Wurmberger Linie1168 Pfund 7 Schilling 21 Pfennig, der Gesamtbesitz beträgt daher
st Original, Stubenberg-Archiv, Schub. 12. Wolf sandte die Kopien am15. Jänner 1529 ein.
st Loserth, Aus der steiermärkischen Herrenwelt des 16. Jahrhunderts, S. 13.st Original, steierm. Landesarchiv; Stubenberg-Archiv, Fasz. 16.st Es dürfte kaum im Besitze der nötigen Barmittel gewesen sein. Dennob die 3660 Pfund, die Wolfs Gattin im Jahre 1532 von dem Landeshaupt-manns Sigmund von Dietrichstein, ihrem Oheim, erbte, in Barem ausgezahltwurden, ist zweifelhaft.