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Landrecht verhalten, es auszufolgend) Es war unter solchen Umständenfür Kaspar keine leichte Sache, die Vormundschaft zu führen. AmW. April 1511 schreibt er an Elsbeth und bittet um Nachricht, woman die Briese über die Güter und Gülten zu Haspach st finden könne,um ihren Sohn vor etwaigem Schaden zu behüten. Er selbst habe„vormals des Handels kein Wissen gehabt".st Nach dem Tode Bal-thasars verlangte Elsbeth, daß entweder Hans oder Wolfgang vonStubenberg und außerdem noch der kaiserliche Rat Lienhard Harracherals Gerhaben angenommen werden. Wir erfahren, daß in^der Tatbisher weder die Befehle, betreffend die Inventarisierung der Hinter-lassenschaft Friedrichs, noch auch die wegen der Rechnungslegung voll-zogen waren. In dem Schreiben, das Elsbeth hierüber an den Kaiserrichtete, begehrt sie unter einem einen Empfehlungsbrief für ihren Sohnan ihre gnädigen Herren Herzog Wilhelm oder Ludwig von Bayern,damit je nach dem Wunsch des Kaisers der eine oder der andereden Knaben aufnehme und dieser lerne, was ihn? in Zukunft nutzenkann/) Maximilian willfahrte den Bitten Elsbeths.st Auf ihre Be-schwerden erwiderte Kaspar: Auch er und sein Bruder mußten sichvolle 18 Jahre hindurch die Gerhabschaft von Georgs Vater gefallenlassen, und so muß auch jetzt der Landbrauch festgehalten werden.Würde Hans von Stubenberg Mitgerhab sein, so würden, da nochRechtsführungen zwischen ihnen stünden, diese unnütz verlängert. Darumsei es weder für ihn als Vormund noch für Georg als Mündel gut,an dem Sachverhalt etwas zu ändern. Er habe von dem Gut einInventar übernommen und so nun der junge Erbe demnächst vogtbarwird, wird ihm Rechenschast gelegt werden.")
Georg, der inzwischen am Münchner Hos seine Ausbildung er-langt hatte, wandte sich 1519 an seinen Vormund und verlangte dieÜbergabe seiner Güter. Kaspar erwiderte, dazu sei im Augenblicke dieGelegenheit nicht günstig, da er mit Angelegenheiten des Kaisers, danndes Königs von Ungarn und mit Herrengeschäften beladen sei. Georg
st Ebenda, Stubenberg-Archiv, S/16. Urk. ddo. Graz 1S11, Jänner 13.2) Von wegen der Güter und Gülten „von dem (noch in der Baumkircher-zeit) abgebrochenen Schloß Haspach . . ." Stubenberg-Archiv, 3/30.
2) Auch das konnte Frau Elsbeth nicht zu einer Änderung in ihrem Ver-halten bewegen. Eben in dieser Zeit klagt sie wieder auf Vorlage der Gerhab-schaftsrechnung, und erhält Kaspar am 2. Juli 1511 einen kaiserlichen Befehl.Stubenberg-Archiv, 7/20.
st Die Stelle lautet wörtlich (Stubenberg-Archiv, 7 20): „Ew. K. Mt- wellemir auch so genedig sein und meinen? sun ain Furderbrief an ?neine gn. HerrnHerrn Herzog Wilhalmen oder hertzog Ludwigen von Bayern, welcher (von beiden)E. K. Mt- als meines suns obristem gerhab an? besten geineint sein will, denknaben weis aufzunemen, geben, dardurch er auch etwas sehen und lernen, der-maßen und im künftiglichen zu nutzparkeit und eren entsprießen müge." Leider liegtweder in München noch in einem steirischen oder österreichischen Archive Materialvor, um diese Beziehungen des Hauses Stubenberg, die nach Bayern gehen,näher zu beleuchten. Wiederholte Nachforschungen hierüber sind völlig ergebnis-los geblieben.
st Am 23. September 1514 von Innsbruck aus. Stubenberg-Archiv, 7/20.st Ebenda, 12/80.
Losertl), Gclch. d. altsteir. Herren- u. Grafenhauses Swbenberg. 12