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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
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mungen Maximilians große Verdienste erworben zu haben. Man ent-nimmt es dem besonders gnädigen Ton mehrerer Urkunden Maximi-lians I. Am 18. Dezember 1518 kassiert er zu Wels in Anbetrachtdes Umstandes, daß die beiden ihm im venetianischen Krieg mit6606 Gulden ausgeholfen, die Verschreibung, die ihr Vater dem KaiserFriedrich III. über den Besitz von Unterkapfenberg gegeben hattet)Und in gleich gnädiger Weise bestätigt er an demselben "Tage die alteErbeinigung des Hauses. Die Namensträger in allen Zweigen derFamilie hatten darum nachgesucht. Das ganze Elend der Baumkircher-periode war notwendig gewesen, um sie alle den hohen Wert ein-trächtigen Vorgehens in allen den gemeinsamen Namen betreffendenFragen erkennen zu lassen. Die letzten, die sich fügten, waren dieEnkel Leutolds aus dessen beiden Ehen: hier die Pettau-Wurmberger,dort die Emerberger, aber auch sie konnten sich der Einsicht nicht ver-schließen, daß sie nur durch geeinte Kraft den Stürmen der Zeitund dem Drang der Verhältnisse gewachsen seien.

Zwanzigstes Kapitel.

Das Hans Stnbrnberg in der Zeit des grvtzen

Bauernkrieges.

Georg und Wolf von Stubcnbcrg und die Teilung des Emer-berger Erbes.

Unter der zarten Fürsorge feiner Mutter, der Losensteinerin Els-beth, verbrachte Georg von Stubenberg seine Jugendzeit. Keinem vonseinen Stubenbergischen Vettern hätte fein Vater Friedrich die Gerhab-schaft über den zarten Sprossen anvertrauen mögen: so sehr wirktedamals noch der Haß der verwandten Geschlechter nach. Aberdas steirische Landrecht erkannte die im Testamente Friedrichs fest-gesetzten Gerhaben nicht an. Auf die nächste Verwandtschaft väterlicher-seits mußte Rückficht genommen werden und so wurden auf landes-fürstlichen Befehl hin Kaspar und Balthasar, trotz des zähen Wider-strebens der Witwe, als Gerhaben aufgenommen.^) Wollten nun Kasparund Balthasar ihren Vetter ganz in ihre Obhut bringen und danndas Vermächtnis Elsbeths ablösen, so gewann sie dagegen einen Macht-spruch des Kaisers, durch den ihre Rechte ungeschmälert blieben. Dasalte Mißtrauen unter den Nächstverwandten bestand demnach auch inden nächsten Jahren weiter. Als Kaspar für Oberkapfenberg ein neuesUrbar angelegt hatte, verlangte Georg das alte, und jener wurde vom

g Orig.-Perg. mit anhängenden unverletztem Siegel Maximilians imsteierm. Landesarchiv.

2) Original und Kopie ddo. 1S06, Oktober 9., im steierm. Landesarchiv.Stubenberg-Archiv, 6/20.

6) Ebenda, 7/20.