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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
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kirchers verbunden, so daß die ganze im letzten Viertel des 15. Jahr-hunderts lebende Stubenbergische Generation mit den Baumkircherneng verbunden ist. Die Wurmberger Linie zeigt überhaupt die Tendenz,das Schwergewicht ihres Wirkens nach der ungarischen Seite hin zuverlegen, und wenn dies schließlich nicht gelungen ist, lag es nicht etwaan der verminderten Neigung dieser Linie als vielmehr an den tragischen >

Ereignissen der großen Ungarnniederlage von Mohnes.

Wenn wir diese Verbindungen im einzelnen beleuchten, ist zunächstdaran zu erinnern, daß sich Jörg, der jüngere Sohn des AndreasBaumkircher, mit Margarete, der ältesten Tochter Wolfgangs des Älterenvon Stubenberg, vermählt hat. Am 10. August 1484 beurkundet er aufdem Baumkircherschlosse Schlaning, als Heiratsgut seiner Gemahlin1000 Pfund empfangen zu haben, die er mit dem doppelten Betragwiderlegte, st Jörg erhielt am 23. Juni 1492 vom König Wladislawden erblichen Besitz von Chazarvnr, d. h. Kaisersberg, in Slawonienbestätigt, einer Burgherrschaft an der innerösterreichischen Grenze, dieursprünglich ein Cillier Grafenlehen seines Vaters gewesen und danndurch königliche Schenkung an diesen kam. Da Jörg Baumkircher alsAlleinbesitzer dieser Herrschast auftritt, war sein älterer Bruder Wilhelmdamals wohl schon gestorben. Wilhelm hinterließ eine einzige TochterBarbara, die sich mit Andre, einem Sohne des in der Baumkircher-sehde verunglückten Thomas von Stubenberg, vermählte. Am 20. August1497 quittiert Andre den Empfang ihrer Mitgift durch Jörg, den erwegen seiner Verbindung mit Margarete Schwager nennt. Jörg starb ^

übrigens bereits im Jahre 1500, denn schon im Sommer des folgendenJahres vermählt sich Margarete mit Jörg von Puchheims und setzensich Kaspar und Balthasar von Stubenberg mit Barbara, der GattinAndres, über die Baumkircher Erbschaft friedlich auseinander, st Wolf-gang schreibt in jenen Tagen an Andre: „Wie ich vernehme, habt Ihrdemnächst einen Tag in Graz mit den Jungen von Stubenberg wegendes von Baumkircher hinterlafsenen Gutes. Auch ich gedenke dort zusein, "st Endlich ergehen an Balthasar und Andre Mandate des Königsvon Ungarn, ihre Kontribution für die Schlösser Chazarvnr und Gaistalzu erlegen oder entsprechende Mannschaft zu stellen.st

So erlosch denn mit Jörg Baumkircher der Mannesstamm seinesHauses in Ungarn. Der Besitz mußte zum größeren Teil an die Stuben-berge fallen: außer Kaisersberg, Rothenthurm und anderen kleinerenBesitzungen die große Herrschaft Schlaning. Zur Erbschaft wurden berufenaus der Wurmberger Linie Kaspar und Balthasar, aus der Kapfen-berger Andre, letzterer als Gatte Barbaras, st Der Ehe der beidenletztgenannten war eine einzige Tochter entsprossen: Magdalena. Ältere

st Original, steierm. Landesarchiv, 7993, Not.Bl. IX, 432. '

st Stubenberg-Archiv,st Ebenda,st Ebenda. 9/29.

st Ungarisches Landesarchiv, XoorsAistr., Fasz. 9, 1527 toro. 84).st Ebenda, Fasz. 20, Fol. 243 torn. II, Fol. 143).