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Sxchzvhnkes Kapitel.
Das Haus Skubenberg am Ende des Mittelalters.Die Thvmaslinic. Wolfgang und Friedrich von Stubcnberg.
Es konnte nicht fehlen, daß die ältere Linie des Hauses Stuben-berg, man pflegt sie — für die ältere Zeit nicht ganz mit Recht —die Kapfenberger zu nennen, in die Geschicke der Wurmberger ver-flochten wurde. In den Zeiten, da in dieser die Erbstreitigkeiten be-gannen, die ein so schlimmes Ende nehmen sollten, hatte die ältereLinie drei Vertreter: Thomas, Wolfgang — der Wulfingname kommtvon jetzt an außer Gebrauch — und Erasmus, welch letzterer Namedurch die Pernecker in die Familie Stubenberg kam. Am 31. Oktober 1461teilen sie auf Schloß Gutenberg ihren EMesitz derart, daß Kapsen-berg einen Teil, Liechtenstein mit den Nutzungen und Gülten, die zuFrauenburg gehören, den zweiten und Gutenberg den dritten Teilbilden, eine Teilung, die dann am 11. Februar 1463 erneuert wurdet)Erhalten ist die Teilungsurkunde des ersten Vertrags für Wolfgangvon Stubenberg, dem die Herrschaft Kapfenberg mit einer Summealler Nutzungen und Gülten von 1690 Pfund zufiel/) dann des zweitenVertrags für Erasmus, an den Liechtenstein und Frauenburg fielen,so daß der Rest Gutenberg dem Ältesten zufiel. Die Tendenz Fried-richs III., die alten Geschlechter in ihrem Besitz herabzudrückeu, umseine landesfürstliche Gewalt zu stärken, tritt auch hier hervor. Ermacht den Versuch, die Maut an der oberen Zeiring als sein Kammer-gut zu behalten, „doch mit der Bescheidenheit, daß wenn des Stuben-berg Erben genugsam Beweis erbringen, daß die Maut ihr rechtesErbe sei, er es ihnen wieder erfolgen werde." ^) Ältere Genealogen desHauses melden, daß Thomas zweimal verheiratet war: zuerst mitVeronika von Polheim. Bekannter ist seine zweite Gemahlin, von deruns noch einige Urkunden erhalten sind: es ist Elsbeth, die TochterLeutolds von Kranichberg. Am 7. Jänner 1462 beurkundet sie eineErbschaft nach ihrer Mutter Beatrix, die in zweiter Ehe mit Wilhelmvon Perneck vermählt war/) Sie kauft am 29. Juli 1463 von demLeobner Bürger Kolman Pierer Zehente am Traidersberg bei Leoben/)erwirbt pfandweise die Herrschaft Weitenegg. Nach dem Tode ihresGatten wird sie am 18. November 1471 von der Verpflichtung los-gesprochen, Schuldurkunden ihres verstorbenen Gemahls einzulösen, da
6 Kopie im steierm. Landesarchiv, 6883a und 6941a. Letztere im Aus-zug im Not.-Bl. IX, 382, 383.
2) Demnach würde der jährliche Ertrag des allen drei Brüdern gehö-rigen Besitzes 327V Pfund ausmachen, vorausgesetzt, was in den meisten Fällenzutrifft, daß die einzelnen Teile gleich bemessen sind.
ch Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, enthalten in einem Viclimus derStadt Bruck vom 4. März 1521.
4) Orig.-Perg. mit drei anhangenden Siegeln. Niederösterr. Landes-archiv, 2932.
°) Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, 6979.