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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
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Periode der Regierung Friedrichs III. diesen Platz mit seinem kaum nochfest umschriebenen Pflichtenkreis ausgefüllt. Die Agenden häuften sich,je mehr die Zahl und bald auch die Bedeutung der Landtage wächst. stErst zu Ende 1461 finden wir einen andern Landeshauptmann vonSteiermark. Als Landeshauptmann stand er lange Zeit in hohenGnaden bei Friedrich III.2) Dieser verkauft ihm am 17. Februar 1456das Amt Übelbach samt Zugehör auf Wiederkauf um den Betrag von5120 Pfund, die der Kaiser ihm in den drei Jahren für die Burghutder Hauptmannschaft in Steier schuldig war. st Das Urbar von Übel-bach wies einen Ertrag von 257 Pfund aus. Jörg Voitser, Verweserzu Graz, gibt ihm als Vertreter seines Sohnes Hans volle Gewaltüber die ihm von Wolsgang von Wallsee verpfändeten Schlösser Rie-gersburg, Gleichenberg und Eibiswald.st Das gute Verhältnis, daszwischen dem Kaiser und dem Landeshauptmann bisher bestand, erlittjedoch durch die Zerwürfnisse, die in der Wurmberger Linie des HausesStubenberg im Jahre 1459 ausbrachen, einen bedeutenden Eintrag.Bevor wir darauf des näheren eingehen, mag noch daran erinnertwerden, das dies die Zeit ist, in der auch die mittlere der von Ulrich(ch 1363) begründeten Linien des Hauses Stubenberg mit Friedrich imMannsstamme erlosch. Auch der liegende Besitz dieser Linie mußte anLeutold und seine Söhne gelangen. Friedrich hatte drei Schwestern,von denen die älteste Ursula, die mit Ulrich von Liechtenstein-Nikols-burg vermählt war, noch vor dem Bruder starb. Die zweite hatteBernhard von Stahremberg, dessen dritte Gemahlin sie wurde, ge-heiratet und die jüngste war mit Friedrich von Hohenberg vermähltund erscheint 1460 gleichfalls schon als Witwe. Sie lebte noch kurzeJahre als Klosterfrau zu St. Jakob in Wien. Das gesamte ErbeFriedrichs von Stubenberg fiel nun an Leutold, st doch mußte er denbeiden Schwestern je 1000 Pfund Wiener Pfennig und ebensovielan Annas Tochter Hedwig für den Fall auszahlen, daß sie sich ver-heiratet, oder 200 Pfund, falls sie das Kloster wählt. Die Ausgleichs-verhandlungen über diese Erbangelegenheit waren am 18. August 1460völlig erledigt.") Es war vornehmlich der österreichische Teil des Stu-benbergischen Besitzes zu Hasbach und in Neustadt, der sonach an die

st Sieh Krones, Zur Quellenkunde und Geschichte des mittelalterlichenLandtagswesens im 2. und 3. Band der Beiträge zur Kunde steiermärkischerGeschichtsquellen. Wir hören von Landtagen 1452, 1453, 1455—1453, 1461.st Sieh Not.-Bl. IX, 379, Nr. 522.

st Haus-, Hof-und Staatsarchiv, Rep. 24, Fol. 405. Apo fielen, II, 14;Chmel Mat. II, 104; und Muchar, Urk. Rep., S. 30.

st Orig.-Pcrg. 6590, Not.-Bl. IX, 378. Mit den Walseern streitet er nochum Wilhelmsdorf am Stratum und sieben Huben zu Schepfendorf im Abtstal.Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, 6580, Not.-Bl. IX, 375.

st Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, 6791. Sieh Not.-Bl. IX, 380.st Das ersieht man aus der älteren Urkunde vom 17. Juni 1457, inwelcher Bernhard Graf zu Schaumberg den Leutold von Stubenberg beauf-tragt, die Frau Anna Bernhards von Stahremberg Gattin und den letzterenunbeirrt im Schlosse Hasbach wohnen zu lassen.