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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
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das ihm Landesfürst mid Landschaft schenkten. Er hatte den ver-antwortungsvollen Posten in schweren Zeiten inne, da nicht bloßauswärtige Feinde die Ruhe des Landes bedrohten, sondern auch dieinneren Verhältnisse eine feste Hand des Landeshauptmanns erforderten.Man denke an die Erhebung des Grafen von Cilli in den Reichs-fürstenstand und an die Sorgen, die hieraus dem Landesfürsten er-wuchsen. Wie viel von diesen Dingen mag vor den Landtag gebrachtund dort verhandelt worden sein. Leider sind wir nur über wenigeLandtage der älteren Zeit Friedrichs III. und auch da nur notdürftigunterrichtet. Das wenige, was hierüber gesagt wird, ist in so all-gemeinen Worten gehalten, daß sich über die Ämtstätigkeit des Landes-hauptmannes, über die ihm zustehenden Agenden und die ihm zur Ver-fügung gestellten Hilfsmittel kaum etwas Genaues sagen läßt, st Gewißwird er nicht bloß beim Landrecht, sondern auch bei allen wichtigerendas Land betreffenden Fragen die Hauptrolle gespielt haben, bei allenden Fürsten und das Land berührenden Verhandlungen zugegen ge-wesen sein. Wir finden ihn daneben nicht nur als Beisitzer, sondernauch zweimal als Vorsitzenden des königlichen Kammergerichtes. Ge-hörte er auch nicht in das sogenannte steirische Triumvirat der Ungnad,Zebinger und Neidberg, so war er doch zweifellos bis an sein Endeeine der maßgebenden Persönlichkeiten des Landes. Als solcher ist erVertrauensmann Friedrichs III. im Streite mit seinem Bruder Albrecht.Fehlte Hans bei Friedrichs III. Jerusalemfahrt, bei der AachnerKrönungsreise, an der ja sonst viele Steirer teilnahmen, so hattedas in der Stellung, die er bekleidete, seinen guten Grund. Ebendamals steht das Haus Stubenberg überhaupt in hoher Gunst beimKönig/) man darf daher das Fehlen eines seiner Mitglieder bei einemso wichtigen Ereignis nicht falsch deuten. Dagegen finden wir das HausStubenberg beim Hochzeitsseste und bei der Kaiserkrönung Friedrichs III.in ganz hervorragender Weise vertreten. Die Verlobung Friedrichsmit Leonor, der portugiesischen Königstochter, war nach vielen vor-bereitenden Schritten im Jahre 1450 glücklich zu stände gekommen.Ein großes Verdienst erwarb sich hiebet Enea Silvio Piccolomini, derberühmte Humanist und spätere Papst Pius II., der erst in den Dienstendes Konzils gestanden und sich aus diesen hinaus in die Friedrichs III.

st Sieh Krön e s, Zur Quellenkunde und Gesch. des Mittelalter!. Landtags-wesens der Steiermark. Beiträge zur Kunde steierm. Geschichtsquellen, II, 26, 54;III, 6, und Vorarbeiten zur Quellenkunde und Gesch. des Landtagswesens derSteiermark. Beiträge, VI, 3 u, ff. Mehr wird man darüber sagen können, wenneinmal die Ausgabe der Landtagsakten in wissenschaftlicher Bearbeitung vorliegenwird. Auf alle die Schirmbriefe, die Hans von Stubenberg als Landeshaupt-mann ausstellt, auf die Verbote des Vorkaufes, die Gebote der Abstellung desHandels fremder Gesellschaften, die er erläßt, die landesfürstlichen Mandateüber das Münzwesen, die er auszuführen hat, u. s. w. kann hier, wo nichtLandesgeschichte vorgetragen wird, nicht eingegangen werden.

st I. Lechner, Reichshofgericht und königl. Kammergericht. Mitt. d.Jnst.f. österr. Geschichtsf. Ergänzungsbd. VII, 87, 117, 122, 14V.st Muchar, VII, 2S3/4.