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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
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einer Stiftung, die sie für ihr eigenes und das Seelenheil Elisabethsmachte, diese ausdrücklich als ihre Muhme,

Noch eine dritte Dame des Hauses Stubenberg hatte sich injenen Tagen dem klösterlichen Leben zugewendet und auch von ihrweiß man nicht zu sagen, welcher Linie des Hauses sie angehörte.Zum Jahre 1380 wird nämlich Katharina von Stubenberg als Vor-steherin des Klarissenklosters in Wien erwähnt.-) Ältere Schriftstellerverwechseln sie mit Katharina, einer Tochter Herzog Albrechts II,, dievor dem Jahre 1365 den Schleier nahm und am 29. Dezember 1381im Klarissenkloster zu Wien gestorben ist. Die Verwechslung der OberinKatharina von Stubenberg mit der demselben Kloster angehörigenPrinzessin erklärt sich leicht daraus, daß in den Klosterurkunden dieVorsteherinnen meist nur mit ihrem Klosternamen genannt werden.

Man wird die Geschichte dieser Generation des Hauses Stuben-berg nicht schließen können, ohne daran zu erinnern, daß in dieserZeit — es war am 6. September 1398 — der Mannesstamm desHauses Stadeck erlosch. Von der alten Zusammengehörigkeit zum HauseStubenberg war wohl kaum eine Erinnerung übrig geblieben. DerBesitz des Hauses siel an das Haus Moutfort.

Zwölftes Kapiiel.

Das Haus Stukenborg vom Ende des 14. Jahr-Hunderts bis in die ersten Zeiten Friedrichs III.

Die Erwerbung von Mnrcck. Erbteilnngcn. Das Wappen mit der

goldenen Krone.

Die Erbteilungen im Habsburgischen Hause seit den Siebenziger-jahren des 14. Jahrhunderts berührten in mehrfacher Weise dieInteressen des österreichischen Adels. Jene zwischen Albrecht III. undLeopold III. vom 25. September 1379 zerschnitt den Zusammenhangdes Stubenbergischen Gesamtbesitzes derart, daß jetzt noch die FesteKlamm und Schottwien, Aspang, Neustadt und Neunkirchen — allesGebiete mit Stubenbergischem Besitz — an Albrecht III., die Länderdagegen, in denen die Hauptmasse des letzteren lag, anLeopold III.gelangten. Naturgemäß schlössen sich nicht alle Mitglieder des HausesStubenberg an ein und denselben Landesherrn an. So steht Hansder Jüngere von Stubenberg (1380—1413) in nahen Beziehungenzu Albrecht IV., von dem er am 25. Jänner 1396 die Dörfer Lyestnik(bei Leoben) und Speisnik (bei Marburg) erhält.^) Er steht als Truchseßin den Diensten Albrechts.

0 Kopie, steierm. Landesarchiv, 4080 d.

-) Step er er, OoirrmsMarii pro distoria Lldsrti ssonväi. ^.Avotailoassaü eap. V, pax. 582.

3) Kopie, steierm. Landesarchiv, 3366 d.