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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
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Zeit. Wind, Regen, Hagel und Frost setzten den Kreuzfahrern arg zu:„Da fault' uns Harnisch und die Kost ... So kalt begann's zu wittern,daß mannig Pferd vor Zittern Laub und Gras verschmähte." Daszwang zur Ilmkehr. Die Überfahrt über die Memel gestaltete sich ge-fahrvoll und mancher Ritter fleht:

Maria, reine Jungfrau,

Hilf uns mit Freuden heim ins Land.

Nicht besser ist's am Meer. Bei der Fahrt nach Königsberg,weithin beim Kurischen Haff, da meinte mancher sein Grab zu finden:

Von Stubenberg die dreie

Die wurden Freuden freie...

Ulrich, Wülfing und Friedrich,

Sie baten Gott im Himmel bei seinem bitterlichen Tod,

Daß er ihnen helfe aus Todesnot.

Übel behalten kommt man durch die Graudenzer Wildnis inKönigsberg an. Hier hat das Leid ein Ende. Zehn Herren werdenvom Herzog mit goldenen und silbernen mit Geld gefüllten Schalenbeschenkt. Konrad von Kreigh hielt gute Zucht. Meister und Ordendanken dein Herzog für die geleistete Hilfe. Dann zog man heimwärts.Zu Rözem kommt die Botschaft, die schöne Herzogin sei inzwischeneines Knäblein genesen, das man Albrecht nannte. In Schweidnitzerbietet sich die Herzogin Agnes, die Base des Herzogs alles Gutenund Schönen: „was man bedurfte, das gab sie doppelt". Dann ziehtman weiter und kommt durch Polenland und Mähren wieder nach Hause.

Nachdem Wülfing bereits 1375 eine Anzahl von Besitzungen,landesfürstliche Lehen zu Falkenstein, Pirchfeld, Feistritz und Glatten-dorf erworben hatte/) kaufte er drei Jahre später zwei bischöflichFreisingsche Lehengüter in der Pöllau und zwei seines Hauses/) spätereErwerbungen betreffen Gutenbrunn bei Neunkirchen, Besitz in Nieder-höflein und Zehnte in der Kirchan. Wichtiger als die vorgenanntenist die Erwerbung der Feste Hasbach samt Zugehör in Niederöster-reich, die Wülfing von Rudolf dem Schauerbeck erkaufte, der sie seiner-seits als landesfürstliches Lehen von Ulrich von Ebersdorf erworbenhatte/) Bis zum Jahre 1386 waren die Güter der drei BrüderWülfing, Ulrich und Friedrich ungeteilt; die Erwerbungen, die bisdahin von Wülfing gemacht worden waren, kamen allen dreien zugute. Wie es scheint, gaben die Heiraten der jüngeren Brüder dieVeranlassung, daß zunächst am 14. Juli 1387 das elterliche Erbe

1) Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, 3226, Not.-Bl. IX, 198.

2) Steierin. Landesarchiv, 3391, Not.-Bl. IX, 291, und Archiv Stuben-berg, S. 113.

ch Steierm. Landesarchiv, 3197, Not.-Bl. IX, 211; 3118, Not.-Bl. IX, 216;3132, Not.-Bl. IX, 216. Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, 3513, Not.-Bl. IX, 218.Auf dem Kaufbrief steht von Wolfs Hand: Aeyn kaufpryeff um Häspach. DieBelehnung seitens des Herzogs geschah am 15. Februar 1385. Orig., steierm.Landesarchiv, 218. Im Jahre" 1385 versetzte Anna Marschwanter, Priorin zuKirchberg, an Wülfing einige Gülten. Leider wird (Veröffentl. d. Hist. Landes-kommission, II, 57) nicht gesagt, wo die Gülten lagen.