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einer schwierigen.^) Otto von Liechtenstein gab sich redliche Mühe, ihrallseitig gerecht zu werden, wie er überhaupt als naher Verwandterder beiden Häuser Stubenberg und Goldeck der erwünschteste Vermittlerwar. 2) Und doch ging es nicht ohne Einsetzung eines förmlichen Schieds-gerichtes und Anrufung des Landesfürsten ab. Die landesfürstlichenund geistlichen Lehen werden den Erben ohne Hindernisse gebliebensein. Was die Gösser Lehen betrifft, erhielt Ofmey sie ohne Schwierigkeit,freilich nicht ohne an den Erträgnissen Einbuße zu erleiden, ch Währenddie Kinder Friedrich, Ulrich. und Otto wohl bei ihrer Mutter aufSchloß Spiegelfeld weilten, von wo aus auf den weit ausgedehntenKapfenberger Besitz ein sorgsames Augenmerk gerichtet werden konnte,übernahm Wülfing von Goldeck, Schenk des Hochstiftes Salzburg, demohnehin bereits der vierte Teil von Gutenberg gehörte, die Pflege da-selbst, doch mußte er sich verpflichten, die Herrschaft unweigerlich zurück-zustellen, sobald Otto von Liechtenstein oder die Erben dies fordernwürden. Ein anderes Viertel von Gutenberg befand sich in den HändenReinprechts von Eltersdorf, bzw. von dessen Schwiegertochter Gertraudvon Portia, die es von ihren Oheimen Friedrich und Heinrich ge-erbt hatte. Die meisten dieser an die weiblichen Verwandten des Hausesgekommenen Teilbesitzungen wurden im Frühlinge 1332 zurückgekauft I)dazu gab die Potendorferin noch ihren Besitz innerhalb des Sem-merings und Hartberges dahin. Z Wie Ulrich, so führte auch Friedrichvon Stubenberg eine Liechtensteinerin heim: Elisabeth, die TochterRudolfs von Liechtenstein auf Frauenburg. Die Hochzeit wurde aufdie Zeit zwischen dem 1. Mai und 29. September 1333 festgesetzt. Inden Urkunden des Hauses tritt in den nächsten Jahren Friedrich inden Vordergrund, wenn wir von Kathrep absehen, der Witwe Heinrichs,die am 6. November 1338 für ein ewiges Licht am Apostelaltare inder Kirche zu Pöllau zwei Pfund Gold stiftete und im folgenden Jahrezu ihrem und der ihrigen — sie war eine Neidbergerin — Seelen-heil derselben Kirche noch das Gut Radaun in Österreich schenkte.chBischof Rudmar von Seckau gewährte all denen, die der von ihr inPöllau gestifteten Messe beiwohnen, einen 4L>tägigen Ablaß. Wennwir in einer Urkunde vom 4. Juli 1340 lesen, daß Ulrich und Ottovon Stubenberg nicht „eigene Jnsiegel" haben, dürfte man schließen,daß sie die Großjährigkeit damals noch nicht erreicht hatten. Gleich-wohl sind sie eifrig daran, noch die letzten Besitzungen des Stuben-
In Betracht kommen die zum Teil schon oben erwähnten und imNot.-Bl. VI, 461—466, und IX, 133-133, gedruckten Urkunden.
2) Für die Verwandtschaft sieh Zub, Beiträge zur Genealogie und Ge-schichte der steirischen Liechtensteins. Veröffentlichungen d. Hist. Landeskommissions. Steierm., XV, Stammtafel I.
2) Sieh vor allem die (im Notizenblatt fehlende) Urkunde Nr. 1S4öd dessteierm. Landesarchivs vom 12. Mai 1326.
tz Urkk. vom 11. April und 15. April 1332 im Not.-Bl. VI, 463—466.
5) Urk. vom 25. November 1332, Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, und22. Februar 1333, Not.-Bl. IX, 133.
6) Die zwei Pfund waren gelegen auf einem Hofe zu Pykray (südöstlichvon P öllau). Ebenda S. 134. Sieh Mitt. d. Hist. Vereines f. Steierm., VI, 188.