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Man darf annehmen, daß er schon vor seiner Erhebung auf den Salz-burger Erzstuhl dem Hause Stubenberg persönlich nahe stand. Dasallmähliche Aufsteigen Wülfings war bisher in ein Dunkel gehüllt,das erst durch die Veröffentlichung der Register Papst Benedikts XI,etwas gelichtet wurde. Es konnte noch vor einem halben Jahrhundertals eine förmliche Entdeckung betrachtet werden, als man, gestützt aufeine Urkunde des Münchner Reichsarchis, fand, daß Wülfing, der spätereFürstbischof von Bamberg vordem Bischof von Lavant gewesen sei/)War diese Tatfache den älteren Schriftstellern ans dem Benediktiner-orden auch nicht unbekannt/) so fehlte diesen doch eine jede Kenntnisvon den nahen Beziehungen Wülfings zu Benedikt XI. Nach beidenSeiten hin können wir heute genauere Angaben machen.
Wann Wülfing geboren wurde, wissen wir nicht. In unserenUrkunden tritt er bereits als Pfarrer von Bruck a. d. Mur auf.Diese Pfarre lag im Mittelalter sozusagen auf Stubenberger Grund.In den Siebzigerjahren des 13. Jahrhunderts starb H ein Pfarrer,der zweifellos auch dein Stubenbergischen Hause angehörte, ohne daßman über seine verwandtschaftlichen Verhältnisse des näheren unter-richtet wäre: er nennt sich Otto von Stubenberg und war Pfarrerin Murze/) Der zweite nachweisbare Pfarrer aus diesem Hause istWülfing. Als solcher bezeugt er am 19. Juni 1984 einen Gütertausch.Sein Siegel nennt ihn Doktor, Dekan und Kanonikus von Friesachin Kärnten/) Von da an bezeugt er mehrfach Rechtsgeschäfte seiner
9 Sieh Karlmann Tan gl, Ergänzungen der Reihe der Bischöfe vonLavant, im IX. Heft der Mitt. d. Hist. Vereines f. Steierm., S. 247 ff.
-) Sieh Friedrich Steill, Dpdsmsriäss Oominisauo-Kaoras, d. i. Heilig-keit und tugendvoller Geruch der aus allen Enden der Welt zusammengetragenenEhrenblumen des himmlisch fruchtbaren Lustgartens Predigerordens, Dillingen16S2. Steill erzählt Wülfings Geschichte zum 14. März, dem Sterbetage Wülfings.Er stützt sich auf ältere Schriftsteller, die wie sein Antonius Konsums mir un-zugänglich sind oder auf Bamberger Manuskripte, über die nichts Näheres be-kannt ist. Lamatsch, Beiträge zur Geschichte des Dominikaner- oder Prediger-Ordens, läßt S. 181 Wülfing gleich vom Priorat zu Friesach aus den Bischof-stuhl von Bamberg besteigen. So auch S. 2S0. Und doch zitiert er das Buchvon Steill. Urkunden Wülfings aus der Zeit seiner Bambergen Bischofstätigkeitsieh in Uff ermann, Osrm. Kaora Xp., Bamb., S. 187—131 der Beilagen. Imübrigen enthält auch Usfermann denselben Fehler, S. 166 des Textes.
ch Nekrologische Aufzeichnungen in dem Kalendarium des Kodex 281 derGrazer Universitätsbibliothek: VII Oal. äunii (— 26. Mai) odi.it Otto äs Ltudsn-bsrA plsbunns in Murze. Wenn man bedenkt, daß sich von den vier nekrologi-schen Notizen daselbst nicht weniger als drei auf Mitglieder des Hauses Stuben-berg beziehen, so darf man mit einiger Sicherheit annehmen, daß sich die Be-zeichnung äs Stubenberg nicht auf den Geburtsort Ottos, sondern auf seineFamilie bezieht. Sieh über die Handschrift „Beiträge zur Kunde steierm. Ge-schichtsauellen", 26,4.Murze kann (nach dem steierm. Ortsnamenbuch) St.Lorenzenim Mürztal, aber auch Marein oder Mürzhofen sein. Die Handschrift enthältein stimmungsvolles, dem 15. Jahrhundert ungehöriges Bild. (Sieh Abb. Nr. S.)tz Urk. vom 11. Juni 1134, steierm. Landesarchiv, 1257.
9 Reimchronik, N. 54.360:
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