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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
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seiner Nachfolger nahm es zweifellos regen Anteil, worüber uns freilichausführlichere Quellenberichte fehlen. Man mag da an die Huldigungder Steirer zu Wiener-Neustadt im März 1299 oder an die Huldi-gungsbriefe des steirischen Adels für Elisabeth, die Verlobte Friedrichsdes Schönen, vom Jahre 1313 st oder endlich an die vielen ständischenVersammlungen der nächsten Jahre erinnern, an denen Stubenbergeteilnahmen. Gefährlich für das Landesfürstentum gestalteten sich imJahre 1399 die Dinge in Österreich, woselbst sich der Adel und einTeil der Wiener Bürger gegen den Landesfürsten erhob. Da war esdas Aufgebot des steirischen Adels, das unter dem LandeshauptmannUlrich von Wallsee nach Österreich zog und zur Stillung des Auf-standes wesentlich beitrug. Dem Stubenberger Heinrich und noch einemandern klugen Herrn wird es nachgerühmt, daß sie nicht in ihrer Treuewankten, „denn wer sich so von seinem rechten Herrn abwendet, hatdessen wenig Ehre." st Inwieweit die Stubenberge an den Kämpfendes Hauses Habsburg in Ungarn und Böhmen, an den Fehden gegenHerzog Heinrich von Kärnten und am deutschen Thronstreit, der zwischenFriedrich dem Schönen und Ludwig dem Bayer ausgebrochen war,teilnahmen, darüber fehlt es an näheren Berichten.

Achtrs Kapitel.

Wülfing von Skubenbrrg)

Bischof von Lovant (1291—1304), Fürstbischof von Bamberg

(1304-1318).

Wenn einst der Bischof Konrad von Lavant für die ErhebungWülfings von Stubenberg auf den Salzburger Erzstuhl tätig war,stso konnte dessen Beförderung auf einen Bischofsitz nur als eineFrage der nächsten Zeit betrachtet und namentlich da in Rechnunggezogen werden, wo, wie bei der Besetzung des Lavanter Bistums,dem Erzbischof von Salzburg das Ernennungsrecht zustand/) Erzbischosvon Salzburg war nun der einstige Lavanter Bischof Konrad selbst.

9 Zeißberg, Elisabeth von Aragonien, Gemahlin Friedrichs desSchönen von Osterreich, Sitzungsber. der Wiener Akad., LXXXVII. 38, 44,51, 170. Heinrich von Stubenberg erscheint nach Ulrich von Walsee als zweiterunter den Mitgliedern des steirischen' Herrenstandes.

9 Krön es, Zur Quellenkunde und Geschichte des mittelalterlichen Land-tagswesens in Steiermark, Beiträge zur Kunde steierm. Geschichtsquellen, II. 50.Nachträge finden sich in größerer Zahl im steierm. Landesarchiv.

9 Reimchronik, V. 981S3.

st Davon berichtet, wie schon oben angedeutet wurde, der österreichischeReimchronist. Da aber so viele seiner Angaben, selbst solche über seine engereHeimat unrichtig sind, möchte ich nicht unbedingt für die Richtigkeit seiner Er-zählung eintreten, um so weniger als einzelne Momente aus dieser Wahlgeschichtejener des Jahres 1304 ähnlich sind.