durchbrochen und die scherenmäßig auseinandergehenden Strängemöchten wohl ein anderes bedeuten. Die Widerhaken, die ein Ankerhat, fehlen ganz.!) zzch richtige Ansicht von dem alten Stuben-bergischen Wappen gewinnen will, wird gut daran tun, Siegelbilderaus dem 15. Jahrhundert zu betrachten. Man wird finden, daß mandarin keinen Anker, sondern die auf den Wulfingnamen anspielendeWolfsangel zu erblicken hat. Daß noch zu Ende des Mittelaltersim Hause Stubenberg die Erinnerung daran nicht erloschen war,lehrt ein Blick auf das Siegel Ottos von Stubenberg, das sich,wohlerhalten, auf einer Urkunde vom 23. März 1498 findet. (SiehAbb. Nr. 5.)
An der Kreuzfahrt nach Damiette^) nahmen Ulrich und Wülfing,Vater und Sohn, und außer ihnen noch eine Reihe aus dem Ver-wandtenkreise des Hauses Stubenberg Anteil. Die Urkunde aus deinJuli 1218, in der Wülfing dem Johanniterorden in den DörfernTechau und Aschbach bei Fürstenfeld je eine Hube und für den Fallseines Todes die Güter selbst zuwendet, nennt in der ZeugenreiheGnndacker von Hausbach (bei Wiener-Neustadt), Konrad Matze, Rapotovon Stein, Konrad von Blumau bei Fürstenseld, Wülfing von Kätsch,Otto von Neidberg, Ulrich und Reinher von Freiberg bei Gleisdorf,Treulieb und Heinrich von Poschendorf und Otto von Scheuchenstein.Bedenkt man, daß sich in diesem Kreis erlesener Männer noch einUlrich und Wülfing von Stubenberg, ein Gottschalk von Neidberg undein Otto von Krems befinden, so wird man wohl zweifellos gestehendürfen, daß die große Sippe des Hauses Stubenberg in allen ihrenZweigen nicht schlecht vertreten war. Sie brachte ja auch sehr be-deutende Opfer: man denke an die großen Kosten der Ausrüstungund standesgemäßen Haltung. Dazu kommt, was frommer Sinn denArmen und Hilflosen daheim noch spendet.
Wenn uns auch keine einheimische Quelle von den Taten unsererSteirer im fernen Morgenland berichtet, so ist ihr Schweigen darüberdoch nur ein scheinbares; denn wenn sie uns von der hervorragendenTätigkeit des tapferen Babenbergers Meldung tun, so sind wir damitauch über die seiner Begleitung unterrichtet. Die Österreicher und
So auch auf der Medaille auf Wolfgang von Stubenberg (4 1597): Xvoorarasa LRristus. Münzkab. München.
9 Man vergleiche die Siegel auf der Urkunde ddo, Kapfenberg, 1237,Jänner 23., in welcher ein Gratschan de Treuna an Heinrich von Stubenberg4 Mark Silber gibt. Das Siegel Gratschans de Treuna ist ein richtiges Anker-siegel, wogegen dem Siegel der Stubenberge auch hier die Widerhaken fehlenund die gewöhnliche Gestalt des sogenannten Stubenbergankers zeigen. Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, Nr. 1233, Not.-Bl. VII, 342.
2) Ein zweites solches Siegel findet sich auf einer Urkunde (vom 11. August1493), in welcher Andre von Stubenberg seinem Schwager Ritter HansenOberhaymer zu Harempach und seiner Schwester Anna, Hansens Hausfrau,einen Schuldschein über 1099 Pfund Pfennig ausstellt. Orig.-Perg., Herberstein-Eggenbergcr Archiv, UXXXVII, Nr. 18.
2) In ssrvitio XUissimi, steierm. Urkb., III, 26.