15
sondern sein Sohn Wülfing ist es, der zuerst das sogenannte Anker-siegel führt, auch nicht, als er über das Meer zog, sondern ganzesieben Jahre früher,nicht 1217, sondern schon1210. Es befindet sich ander Seite des obigen Sie-gels. Man entnimmt dar-aus, daß das Ankersiegelzu einer und derselbenZeit neben dem Wolfs-siegel gebraucht wurde, u.zw. lange vor der Kreuz-fahrt. lind Ulrich, der 1210das Wolsssiegel führt, hat1216, noch lange vor derKreuzfahrt, das Ankersiegel.
(Sieh Abb. Nr. 3.)
Wenn man nun glau-ben würde, daß Ulrichwährend der Kreuzfahrtdas alte Wolfssiegel bei-seitegelegt und das neueAnkersiegel geführt hätte,ist dies, wie man aus derAbb. Nr. 4 ersieht, nicht derFall. Wieder hat man, leiderist das Siegel schlecht erhal-ten, die alte Gestalt: den nachlinks aufgerichteten Wolf.
Man wird weiter be-merken und darauf kommtes zunächst an, daß dieAnkerzeichen auf den Sie-geln des Hauses Stuben-berg vom 13. bis zum16. Jahrhundert ein an-deres Aussehen haben alsetwa die Ankerzeichen aufden Siegelbildern derStubenberge in späterenJahrhunderten. (Sieh z. B.
Abb. Nr. 4.
Beschädigtes Siegel Ulrichs von Skubenberg.Urkunde ddo. 121L . . . Steierm. Urkb., II, 225.(Original im Malteser-Archiv zu Prag.)
Abb. 25: Das jetzige Wappen der Herren und Grafen zu Stubenberg.Letztes Blatt des Textes.) Hier ist der Ring in der Mitte der Eifenstange
Dennoch kundt sie unverzagt — ihren Glaubensschild umfassenUnd auf solchen sich verlassen:
Kam gleich oft ein harter Strauß,
Warf sie doch aufs besserwerden ihren Hoffnungsanker aus.