Druckschrift 
Zeitgegenstände : Kleine Beyträge über Staatsverfassung und Staatsverwaltung
Entstehung
Seite
123
Einzelbild herunterladen
 

isZ

aus Furcht, es werbe dem Könige bekannt werden,der solchem Unrecht strenge Ahndung folgen läßt; derUnterthan dagegen erhält das Hochgefühl, daß ihmim Staate kein Unrecht geschehen dürfe, ohne daßein starker Rächer für ihn auftreten werde, und die,ses Hochgefühl fesselt zugleich sein Herz an Königund Vaterland mit Innigkeit, In einem solchenStaate wird der Monarch menschlich allmächtig!

Aber welchen Gang bey solcher freper Verstat,tung von Beschwerführung der Untcrthanen nehmen?

Der Beschwerführungen werden vorerst sehr vie«le sehn, vornehmlich jetzt, da die Franzosenzeit indem Beamtengeiste Vieles verdorben hat. Aber baldwird sich das andern, wenn i) bekannt gemacht wird,daß jeder Beamter sich vor Beschwerung der Unter,thanen wider die Gesetze und das Recht hüte, weildiesen sofort die unmittelbare Beschiverführung frey,stehe, -) wenn nur einige wenige ernste Akte derGerechtigkeit geübt werden, und z) wenn wirklichboshaft befundene Anschuldigungen ernstlich bestraftwerden, und daß solches geschehen werde, im vorausbekannt gemacht wird. Dann werden, der Naturder Sache nach, die Beschwerführungen nach undnach immer mehr und mehr abnehmen, obgleich ansich der Mensch gern geneigt ist, sich zu beschweren;sind solche Beschwcrführungen übrigens nicht boshaft,dann kann man hier, um der für das Gemeinwohl